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Donnerstag, 08 Februar 2018 15:28

Dresden - Vorurteile ausräumen, über Barrierefreiheit aufklären

Staatsministerin Klepsch präsentiert neue Wanderausstellung »Behindern verhindern«

Wie nimmt man seine Umwelt wahr und verständigt sich, wenn einzelne Sinne stark beeinträchtigt sind? Welche Sprache verstehen Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung gut? Stimmt es, dass fast 18 Prozent aller Menschen in Sachsen eine anerkannte Behinderung haben? Welche Ideen und guten Beispiele gibt es für Barrierefreiheit? Was tut der Freistaat dafür, dass Menschen mit Behinderungen in Sachsen überall ganz selbstverständlich teilhaben können? Unter dem Motto »Behindern verhindern – Zeit für barrierefreies Handeln!« gibt die neue Wanderausstellung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz Antworten auf diese und viele weitere Fragen und Einblicke in das Leben von Menschen mit Behinderungen.

Staatsministerin Barbara Klepsch präsentierte am Mittwoch im Beisein der Kampagnenbotschafter und einer Klasse von angehenden Erzieherinnen und Erziehern der Fachschule für Sozialwesen der Privaten Schule IBB gGmbH Dresden die neue Wanderausstellung im Foyer des Ministeriums. »Ich freue mich, dass wir mit unserer Wanderausstellung den Alltag von Menschen mit Behinderungen und das Thema Barrierefreiheit auf anschauliche und eindrückliche Art und Weise näherbringen können. Die Wanderausstellung soll einen Beitrag zum Umdenken leisten – zum Um- und Neudenken im Zusammenleben mit Menschen mit Behinderungen in Sachsen«, betonte die sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz.

Klepsch appelliert an die Kommunen, Landkreise, Schulen und öffentlichen Einrichtungen im Freistaat: »Wir brauchen deutlich mehr Berührungspunkte zu Menschen mit Behinderungen. Denn umso besser ist dieses Thema auch in unserem Bewusstsein verankert. Lassen Sie sich einladen: Werden auch Sie Gastgeber unserer Wanderausstellung und werben Sie ganz aktiv für ›Behindern verhindern‹. Damit erreichen Sie Ihre Mitbürger, die Mitarbeiter in der Verwaltung, die Vereine und Kirchgemeinden, aber auch Schüler, Lehrer und Erzieher für dieses wichtige Thema! Wir möchten möglichst viele Menschen in unserem Land sensibilisieren.« Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz stellt die Wanderausstellung kostenfrei zur Verfügung.

Die Wanderausstellung wird bis Ende März 2018 im öffentlich zugänglichen Foyer des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zu sehen sein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Ausstellung zu besuchen.

Die Ausstellung entstand unter dem Dach der Kampagne »Behindern verhindern – Zeit für barrierefreies Handeln« des Freistaates Sachsen. Die am 7. Februar 2018 vorgestellten Module nehmen Sinnesbeeinträchtigungen von Menschen in den Fokus. Unter dem Slogan »Blind wie ein Maulwurf seinen Weg machen!« geht es einerseits um das Leben mit Sehbehinderungen. Auf der Tafel »Taub und die Flöhe husten hören!« wird der Besucher in die Welt von Menschen mit Hörbehinderungen mitgenommen. Zwei weitere Ausstellungswände sind bereits in Vorbereitung. Sie werden den Alltag von Menschen mit körperlichen Behinderungen bzw. kognitiven Beeinträchtigungen in den Mittelpunkt rücken. Nähere Informationen zur Wanderausstellung sind unter https://www.behindern.verhindern.sachsen.de/wanderausstellung.html zu finden.

Hintergrund der Kampagne
Mit Slogans wie »Im Rollstuhl wissen, wie der Hase läuft!« oder »Ohne Hände den Stier bei den Hörnern packen!« wirbt der Freistaat seit Sommer 2016 mit der Devise »Behindern verhindern – Zeit für barrierefreies Handeln« für ein wichtiges Thema, das es in der Öffentlichkeit meist noch schwer hat: die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Ziel der Kampagne ist es, die breite Öffentlichkeit für die Interessen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren. Vorurteile sollen abgebaut und die Barrierefreiheit im Land verbessert werden.

Laut Behindertenstrukturstatistik vom Kommunalen Sozialverband Sachsen haben 733.817 Menschen in Sachsen eine festgestellte Behinderung. Das heißt, fast 18 Prozent der Einwohner im Freistaat haben eine anerkannte Behinderung. 471.192 Menschen gelten in Sachsen als schwerbehindert. Das heißt, ihnen wurde ein Grad der Behinderung von 50 oder mehr anerkannt. Nicht alle besitzen jedoch einen gültigen Schwerbehindertenausweis.

Links:

Behindern verhindern

Die Kampagne wird unterstützt von:
*Landtagsvizepräsident Horst Wehner, MdL, Landesvorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Landesverband Sachsen e. V. sowie Landesverbandsvorsitzender Sozialverband VdK Sachsen e. V.
*Stephan Pöhler, Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen
*Prof. Dr. Thomas Kahlisch, Direktor der Deutschen Zentralbücherei für Blinde, Leipzig
*Silke Hoekstra, Geschäftsleitung Landesverband Lebenshilfe Sachsen e. V., Chemnitz und
*Uwe Adamczyk, MdL a. D., Vorsitzender des Kreisverbandes Zwickau im Sozialverband VdK Sachsen e. V.

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