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Mittwoch, 13 September 2017 15:57

Gera - Über 1.000 Gäste in elf geöffneten Denkmalen in Gera

Mit einer Festveranstaltung begann der Tag im Zabel-Gymnasium Haus II in der Kurt-Keicher-Straße. Schüler schlüpften dabei in die Rollen des Stifter-Ehepaares Schlutter, das vor über 120 Jahren mit einer Schenkung den Bau des damaligen Realgymnasiums förderte. In jüngster Zeit flossen über 2 Mio. Euro in die Schulhaussanierung. Mit einer Festveranstaltung begann der Tag im Zabel-Gymnasium Haus II in der Kurt-Keicher-Straße. Schüler schlüpften dabei in die Rollen des Stifter-Ehepaares Schlutter, das vor über 120 Jahren mit einer Schenkung den Bau des damaligen Realgymnasiums förderte. In jüngster Zeit flossen über 2 Mio. Euro in die Schulhaussanierung. Foto: Stadt Gera, Kerstin John

Gelungener Tag begann mit begeisternder Eröffnung im Zabel-Gymnasium

„Herzlichen Dank allen privaten und ehrenamtlichen Beteiligten und dem Team der Stadtverwaltung für alle Aktivitäten am Denkmaltag! Vielen Dank allen Schülern und Lehrern des Zabel-Gymnasiums für eine begeisternde Eröffnung“, schwärmte am Sonntag Claudia Baumgartner. Geras Dezernentin für Bau und Umwelt zeigte sich beeindruckt von der Eröffnung im Schulteil II des Zabel Gymnasiums in der Kurt-Keicher-Straße. Für ein Festprogramm hatten Lehrer und Schüler im Schülerchor und der Schul-Instrumentalgruppe passende Stücke einstudiert und Programmpunkte vorbereitet. Und für die Führungen durchs Schulhaus schlüpften mit bemerkenswertem schauspielerischem Talent Steffen Margarit und Maria Koity in die Rolle des Ehepaars Schlutter. Louis Friedrich und Christiane Dorothea Schlutter hatten den Bau eines Knaben-Realgymnasiums 1893/94 mit mehr als 250.000 Mark aus der Schlutterstiftung unterstützt. Ihnen standen am Sonntag als gespielte Gesprächspartner der Neuzeit die Schulleiterin Katrin Proschmann und Stellvertreter Thomas Georgi zur Verfügung.  

„Wir freuen uns über die Resonanz über unsere Erwartungen hinaus“, so Thomas Georgi. Zur Eröffnung war die Aula fast aus den Nähten geplatzt. Im Anschluss bestaunten über 100 Teilnehmer an den Führungen die original erhaltenen Elemente wie die Buntglasfenster in der Aula und die Fußböden sowie Geländer der Treppenaufgänge. Dabei erlebten sie auch die aktuelle Werterhaltung. Nach Angaben der Stadtverwaltung Gera flossen ins über 120 Jahre alte Schulhaus und die Turnhalle seit 2010 bis heute rund 2,2 Millionen Euro unter anderem für die Dachsanierung, den Einbau eines Computerraumes im Dachgeschoss, zwei Fluchttreppen außen, für WC-Anlagen in den Geschossen und in der Turnhalle, für umfangreiche Brandschutzmaßnahmen  in Schule und Turnhalle sowie die Fenstererneuerung in der Turnhalle.
Die Förderung vor über 120 Jahren durch Familie Schlutter sei am Denkmaltag auf zahlreiche Nachfragen gestoßen. Thomas Georgi schätzt ein: „Das Engagement der Familie Schlutter für diese Schule ist weniger in der Bevölkerung bekannt als die Förderung des Schulhauses I durch Familie Zabel. Das liegt vielleicht auch daran, dass Schlutters als Spender nicht im Schulnamen verankert sein wollten. Die Schule bekam mit der Eröffnung den Namen: Städtisches Realgymnasium – Stiftung der Familie Louis Schlutter.“
Als geöffnete Denkmale zeigten sich am Sonntag auch das Theater Gera, das Schulmuseum in der Kurt-Keicher-Straße, der Pfarrhof und die Heimatstube in Gera-Liebschwitz, der Fuchsturm, die Kirchen in Langenberg und Niebra, das Mietshaus in der Gagarinstraße 8 und die ehemalige Wasseraufbereitungsanlage der ehemaligen Firma Hirsch in der Geschwister-Scholl-Straße. Dort sollen nach Angaben des neuen Eigentümers bald Fische gezüchtet werden. Außerdem führte Sabine Schellenberg, die Leiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde in Gera, jeweils etwa 100 Besucher durch das Gelände um Schloss Osterstein und durch den Siesmeyer-Garten in Bieblach, den als Grünexpertin Bärbel Kaschta aus dem Fachdienst Stadtgrün mit begleitete. „Die Denkmäler in der Stadt zeigten sich wieder als echte Anziehungspunkte für über 1.000 Besucher. An mehreren Standorten ließen sich die Interessierten auch nicht von den Warteschlangen an den Eingängen abschrecken. Wir sind allen Eigentümern und Ehrenamtlichen sehr dankbar, die dies ermöglichten und in zahlreiche Denkmäler auch neues Leben einziehen lassen. Zu unserer Freude machten sich dieses Jahr auch außerordentlich viele junge Leute auf in die Vergangenheit unserer Stadt“, so Sabine Schellenberg.

Sie wirbt bei allen Denkmal- und Geschichtsinteressierten auf den rechtzeitig zum Denkmaltag erschienenen Kalender für 2018 mit „Persönlichkeiten in Gera“ Teil 2. Jedes Monatsblatt vermittelt im Zusammenhang mit dem Lebenswerk historischer Persönlichkeiten auch ihnen zugehörige Kulturdenkmale wie Villen, Industrieanlagen und Grabmale. Den Kalender gibt es in der Gera-Information, in Museen und im Buchhandel.

 

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