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Montag, 02 Oktober 2017 14:13

Leipzig - 20 jähriges Jubiläum des VEID e.V. in Leipzig gefeiert

Leipzig - 20 jähriges Jubiläum des VEID e.V. in Leipzig gefeiert Foto: Mario Gerhold / Neues-Mitteldeutschland

An drei Tagen beginnend am Freitag den 29.09.2017, begang der VEID e.V. in Leipzig sein 20-jähriges Jubiläum zusammen mit der Jahrestagung 2017. Den Auftakt bildete eine Festveranstaltung im Ringcafe mit geladenen Gästen, Unterstützern und Vetretern aus Politik und Gesellschaft.

Die Botschafterin des VEID e.V., Claudia Effenberg bedankte sich sehr emotional bei dem Verein für seine wichtige Arbeit.

Petra Köpping, Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, betonte in Ihrer Rede die Wichtigkeit dieser Vereinsarbeit und stellte Unterstützung und finanzielle Hilfen für den VEID e.V. in Aussicht.
Zu den vielen Unterstützern der Aktivitäten des VEID zählen die beiden Schirmfrauen. Die Sängerin Luci van Org und Claudia Effenberg engagieren sich durch ihre prominente Stellung in der Gesellschaft für die Inhalte des Bundesverbandes und haben durch öffentliche Auftritte und ihre eignen Netzwerke Spenden sammeln können. Beide betonten in Ihrer Eröffnungsrede die Wichtigkeit der Arbeit des Vereins.
 

Luci van Org sagte "Das Thema wird meistens unbeachtet, kaum jemand kann sich das Leid vorstellen das die Betroffen erfahren müssen. Das Thema wird auch aus Beiträgen in den Fernsehmedien gekürzt, geschnitten und ignoriert". "Trauer sollte erlaubt sein, weinen und lachen auch", sagte Luci van Org weiter. Bei den jährlichen Veranstaltungen des VEID im Rahmen des Wave und Gothic Treffens ( WGT ) in Leipzig ist die Trauer ein offenes Thema. Die Veranstaltungen in den Räumen des VEID am Roßplatz 8a erfreuen sich ständig großer Beliebtheit und sind bei den Besuchern zu einem festen Programmpunkt des Wave und Gothic Treffens geworden.

Claudia Effenberg sagte "viele Betroffene möchten aber auch nicht über das Thema sprechen und benötigen Anporn sich zu öffnen" und dankte Luci van Org und der 1. Vorsitzenden Petra Hohn für Ihre Arbeit für den Verein.

Die Gründungsmitglieder wie Dr. Mechthild Voss-Eiser und Mag. Theol. Christine Fleck-Bohaumilitzky dankten ebenfalls für die Arbeit und das Engagement der Vereinsmitglieder und allen Unterstützern.
Prof. Dr. Thomas Fabian, Bürgermeister und Beigeordneter für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule überbrachte die Grüße der Stadt Leipzig und dankte ebenfalls dem Verein für seine sehr wichtige Arbeit.
Petra Hohn sagte "Die Bestattungskultur für Sternenkinder hat sich sehr verändert, die Zusammenarbeit mit den Kliniken hat sich verbessert, Namen werden den Sternenkindern gegeben. Sie wünscht sich aber das die Situation noch mehr verbessert wird, "Jeder Psychologe sollte einen Flyer des VEID in seiner Schublade haben" betonte Petra Hohn.
Die Chefredakteurin der Zeitschrift "Die Gewinnerin" Frau Poppe übergab den Gewinnerinen-Award an Frau Hohn und sagte Sie ist stolz Petra kennengelernt zu haben.

Musikalisch umrahmt wurde die Festveranstaltung von Luci van Org zusammen mit Roman Leitner Shamov ( Meystersinger ), Anja Pohlers, dem Chor Stimmgewalt aus Berlin und Moran Magal am Piano.

An den darauf folgenden beiden Tagen fanden zahlreiche Worksshops zu Thema Trauer, Trauerbegleitung und Bewältigung sowie die Mitgliederversammlung statt.

Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. (VEID)

Jedes Jahr sterben in Deutschland ungefähr 20.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vor ihren Eltern. Über 75.000 Eltern und Geschwister, die ein Kind, Bruder oder Schwester durch Tod verloren haben, finden beim VEID. eV Hilfe zurück ins Leben. Der Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. stellt mit seinen Angeboten Hilfe und Unterstützung für alle zur Verfügung, die mit dem Tod eines Kindes - gleich welchen Alters - leben müssen oder zu tun haben. Unsere Angebote gelten

  • den Betroffenen (Eltern, Geschwistern, Familienangehörigen)
  • dem sozialen Umfeld (z.B. Freunde, Nachbarn, Kollegen, Mitarbeiter)
  • den involvierten Berufsgruppen (z.B. Ärzte, Hebammen, Lehrer, Erzieher) und
  • den ehrenamtlichen und professionellen Helfern (z.B. Seelsorger, Krisenintervention, Feuerwehr, Polizei, Trauerbegleiter, Therapeuten).

Darüber hinaus sind die Verwaisten Eltern ein Netzwerk von inzwischen fast 500 Gruppen in ganz Deutschland. In diesen Gruppen finden Eltern nach dem Tod ihres Kindes den schützenden Raum, in dem Trauer zugelassen und gezeigt werden darf. Hier finden sie Hilfe auf dem langen und leidvollen Weg durch die Trauer, hier ist Trost möglich jenseits von vordergründiger und schneller „Vertröstung“, die unsere Umwelt gewöhnlich für Trauernde bereithält.
Im Schutzraum dieser Gruppen vermitteln Eltern, die bereits durch ihren tiefen Verlustschmerz und ihre Trauer hindurch zum Leben zurückgefunden haben, die Hoffnung, dass Weiterleben möglich ist. Neben Trauer, Schmerz und Ängsten werden auch Freuden und Zukunftspläne geteilt. Aus geteilter Trauergeschichte wachsen verwaiste Eltern so in geteilte Lebensgeschichte hinein.
Die Hilfe zur Selbsthilfe erfolgt zunächst weitestgehend in „begleiteten“ Gruppen. In diesen wird auch Beratung – und wo nötig therapeutische Hilfe – angeboten oder in Zusammenarbeit mit Menschen aus helfenden Berufen sorgsam vermittelt.
So entsteht ein Netz von Beziehungen, Verbindungen und Kontakten, das sich – auch über die Gruppentreffen hinaus – nachhaltig als notwendig und hilfreich erweist.
Der Verein ist bundesweit organisiert und vernetzt und immer offen für den kulturellen Austausch mit interessierten Menschen und Berufsgruppen.

http://www.veid.de

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