{"id":3725,"date":"2026-11-03T08:05:37","date_gmt":"2026-11-03T07:05:37","guid":{"rendered":"https:\/\/neues-mitteldeutschland.de\/?p=3725"},"modified":"2026-11-03T08:05:37","modified_gmt":"2026-11-03T07:05:37","slug":"suchtbericht-2026-mehr-beratungsbedarf-bei-jugendlichen-und-an-schulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neues-mitteldeutschland.de\/index.php\/2026\/11\/03\/suchtbericht-2026-mehr-beratungsbedarf-bei-jugendlichen-und-an-schulen\/","title":{"rendered":"Suchtbericht 2026: Mehr Beratungsbedarf bei Jugendlichen und an Schulen"},"content":{"rendered":"<div>\n<table role=\"presentation\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div class=\"mj-column-per-100 mj-outlook-group-fix\">\n<table role=\"presentation\" border=\"0\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"left\">\n<div>\n<p>Suchtbericht 2026: Mehr Beratungsbedarf bei Jugendlichen und an Schulen<\/p>\n<p>Die Nachfrage in der Jugenddrogenberatung sowie nach schulischen Pr\u00e4ventionsangeboten zum Thema Drogen steigt. Dies geht aus dem <strong>Suchtbericht f\u00fcr das Jahr 2026<\/strong> hervor, der jetzt vorliegt und Zahlen aus 2025 analysiert. Er ist online zu finden unter <a class=\"link-body\" href=\"https:\/\/www.leipzig.de\/leben-in-leipzig\/gesundheit\/suchthilfe\">www.leipzig.de\/suchthilfe<\/a>. Demnach erh\u00f6hte sich die Zahl der so genannten Klientenkontakte in der Jugenddrogenberatung seit 2023 um rund 22 Prozent auf 1.767 Kontakte. Diese Anzahl ist nicht mit individuellen Menschen gleichzusetzen, da einzelne Personen die Beratung auch mehrfach aufsuchen k\u00f6nnen. Gleichwohl sind Trends erkennbar. Cannabis bleibt die h\u00e4ufigste Hauptdiagnose bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Gleichzeitig nehmen andere Problemlagen zu, insbesondere problematischer Medienkonsum, Alkohol sowie Mischkonsum verschiedener Substanzen.<\/p>\n<p>Zugleich h\u00e4lt auch die hohe Nachfrage nach Aufkl\u00e4rungsangeboten an Schulen rund um das Thema Sucht an. Mehrere Tr\u00e4ger f\u00fchren Wartelisten und nicht alle Anfragen k\u00f6nnen bedient werden. Die Polizeidirektion Leipzig beispielsweise organisierte 2025 insgesamt 185 Pr\u00e4ventionsveranstaltungen und erreichte dabei 2.765 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie weitere Zielgruppen.<\/p>\n<p>Beratungsstellen und Pr\u00e4ventionsprojekte berichten weiterhin von hohen psychischen Belastungen und zunehmenden Mehrfachproblemlagen bei jungen Menschen. Als neue Herausforderung beobachten Fachkr\u00e4fte einen deutlichen Trend zu Vapes und Nikotinbeuteln. Die jugendaffine Vermarktung \u00fcber soziale Medien tr\u00e4gt dazu bei, dass diese Produkte immer attraktiver werden.<\/p>\n<p>Insgesamt wurden in den zehn Leipziger Suchtberatungs- und Behandlungsstellen im vergangenen Jahr 4.282 Behandlungsf\u00e4lle betreut. Damit liegt die Inanspruchnahme weiterhin auf einem hohen aber insgesamt stabilen Niveau. Davon entfielen 3.842 F\u00e4lle auf Betroffene und 440 F\u00e4lle auf Angeh\u00f6rige beziehungsweise ihre Bezugspersonen. Alkoholabh\u00e4ngigkeit bleibt mit 1.498 F\u00e4llen (rund 40 Prozent) die h\u00e4ufigste Hauptdiagnose in der ambulanten Suchthilfe. Der Konsum von Cannabis- und Stimulanzien wie Crystal Meth folgen mit jeweils rund 17 Prozent. Auff\u00e4llig ist der Anstieg von F\u00e4llen mit multiplem Substanzkonsum auf 202 F\u00e4lle. Dies verweist darauf, dass Suchterkrankungen und ihre Behandlung zunehmend komplexer werden.<\/p>\n<p>Die Leipziger Erwachsenenstreetwork dokumentierte 2025 insgesamt 13.706 Kontakte und bewegt sich damit auf einem \u00e4hnlich hohen Niveau wie im Vorjahr. Die Hilfen erreichen vor allem Menschen, die mehrfach belastet sind \u2013 etwa von Sucht, Wohnungslosigkeit und psychischen Erkrankungen. Fachkr\u00e4fte berichten davon, dass sich diese Problemlagen zunehmend verdichten. Die Notschlafstellen f\u00fcr suchtkranke und wohnungslose Menschen arbeiten weiterhin an der Kapazit\u00e4tsgrenze. Vermittlungen in eigenen Wohnraum bleiben aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes \u00e4u\u00dferst schwierig. +++<\/p>\n<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<div>\n<table role=\"presentation\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div class=\"mj-column-per-100 mj-outlook-group-fix\">\n<table role=\"presentation\" border=\"0\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"left\">\n<div>\n<div><label><strong>Absender:\u00a0<\/strong><\/label> Dezernat Soziales, Gesundheit und Vielfalt, Gesundheitsamt<\/div>\n<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Suchtbericht 2026: Mehr Beratungsbedarf bei Jugendlichen und an Schulen Die Nachfrage in der Jugenddrogenberatung sowie nach schulischen Pr\u00e4ventionsangeboten zum Thema Drogen steigt. Dies geht aus dem Suchtbericht f\u00fcr das Jahr 2026 hervor, der jetzt vorliegt und Zahlen aus 2025 analysiert. Er ist online zu finden unter www.leipzig.de\/suchthilfe. Demnach erh\u00f6hte sich die Zahl der so genannten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":132,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-3725","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-leipzig"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-11-10 19:30:39","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neues-mitteldeutschland.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3725","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neues-mitteldeutschland.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neues-mitteldeutschland.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neues-mitteldeutschland.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neues-mitteldeutschland.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3725"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/neues-mitteldeutschland.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3725\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3726,"href":"https:\/\/neues-mitteldeutschland.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3725\/revisions\/3726"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neues-mitteldeutschland.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/132"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neues-mitteldeutschland.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3725"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neues-mitteldeutschland.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3725"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neues-mitteldeutschland.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3725"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}