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Chemnitz - Eisenbahnviadukt Rabenstein – Förderbescheid erhalten

Chemnitz - Eisenbahnviadukt Rabenstein – Förderbescheid erhalten Foto: Wolfgang Schmidt

Am 10.10.2019 hat Baubürgermeister Michael Stötzer den Fördermittelbescheid für den Erhalt und die Instandsetzung des Eisenbahnviaduktes Rabenstein, einer der ältesten Stahlbaubrücken Deutschlands, von Torsten Stankow, Leiter des Referats Förderung Kommunaler Straßenbau im LASuV, entgegen genommen. Der Freistaat Sachsen stellt der Stadt Chemnitz einen Festzuschuss in Höhe von 1,5 Mio. Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem ehemaligen DDR-Parteienvermögen.

Baubürgermeister Michael Stötzer bedankte sich ausdrücklich bei allen Initiatoren und Unterstützern für den Erhalt des Eisenbahnviadukts Rabenstein sowie beim Freistaat Sachsen für die Berücksichtigung dieses Projekts bei der Zuteilung der Fördergelder.

Das Brückenbauwerk dient aktuell als Wanderweg und soll zukünftig auch als Radweg ertüchtigt werden. Durch die Kombination von touristischer Nutzung und technischem Denkmal besteht am Erhalt des Viadukts ein hohes öffentliches Interesse.

Am Bauwerk sind nach 122-jährigerer Standzeit noch keine Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Lediglich das hintere Widerlager West („Am weißen Stein“) ist 2009/2010 saniert worden.

Es werden jetzt unter anderem das Stahlfachwerk, der Geh-/Radbahnbelag, das Widerlager Ost und der Pfeilersockel saniert bzw. neu hergestellt. Hinzu kommen noch ein neues Geländer, Brückenbeleuchtung und Entwässerung. Als besonderes Highlight – im wahrsten Sinne des Wortes – ist vorgesehen, das Viadukt bei Dunkelheit mit LED-Strahlern zu beleuchten.

Für die Baumaßnahme sind insgesamt ca. 1,9 Mio. Euro eingeplant. Ein entsprechender Baubeschluss wird momentan durch das Tiefbauamt vorbereitet.

Historie
Der Bau des Eisenbahnviadukts Rabenstein mit einer Gesamtlänge von 150 Metern und einer Höhe von 23 Metern erfolgte 1897 durch die Königlich Sächsische Staatseisenbahndirektion und kostete 91.221 Reichsmark. Es wurden durch hunderte von Menschen in reiner, präziser Handarbeit insgesamt 308 Tonnen Stahl verbaut.

Im Jahre 1950 musste der Zugverkehr eingestellt werden, da die Gleise als Kriegsreparationsleistung demontiert wurden.

Im Jahre 1985 wurde unter Federführung des Naherholungszentrums Oberrabenstein der ehemalige Brückengleisträger mit einem Betonbelag versehen sowie Geländer und Beleuchtung angebracht. Damit entstand ein Panoramawanderweg, von dem aus man eine wunderbare Fernsicht über Chemnitz bis zum Kamm des Erzgebirges hat.

 

 

Quelle: Stadt Chemnitz

 

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