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Chemnitz - Veranstaltungen der Volkshochschule im November 2020

Veranstaltungen der Volkshochschule im November 2020

Montag, 2. November, 18 bis 19.30 Uhr
Revolution und Republik: Chemnitz und Sachsen zu Beginn der Weimarer Republik

Ort: Haus der Gewerkschaften, Augustusburger Straße 33, Saal im Erdgeschoss
Eintritt: frei

Veranstaltungsreihe "Orte historischen Erinnerns in Chemnitz": Wir laden Sie ein, die Geschichte der Stadt Chemnitz und der benachbarten Regionen zu entdecken. Vier Veranstaltungen nehmen Sie mit auf eine Spurensuche durch das 20. Jahrhundert.

Der Vortrag beleuchtet das Ende des Ersten Weltkrieges und den Übergang von der Monarchie zur Republik. Im Mittelpunkt stehen Ursachen und Verlauf der politischen Umwälzungen von 1918/19 in Sachsen und in Chemnitz sowie die Gründung des Freistaates Sachsen. Wer waren die unterschiedlichen Akteure der Revolution und wie lauteten ihre Programme? Was hatte es mit den neuen Arbeiter- und Soldatenräten auf sich? In welchem Verhältnis standen sie zum Parlamentarismus? Welche Rolle spielte Chemnitz im Vergleich zu anderen sächsischen Städten? Und schließlich: Wie sahen die Vorbelastungen aus, mit denen dieser erste sächsische Freistaat und die deutsche Republik innen- und außenpolitisch starteten? War diese Demokratie von Anfang an zum Scheitern verurteilt?

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Montag, 2. November, 18.45 bis 20.15 Uhr
Fake News im Internet – Faktencheck im Selbstversuch

Ort: online
Eintritt: frei

Trauen Sie allen Nachrichten, Meldungen und Bildern aus Medien und Internet? In dieser Veranstaltung lernen Sie, wie Falschmeldungen und manipulierte Bilder entstehen und wie man deren Glaubwürdigkeit prüfen kann. Anschauliche Beispiele zeigen, wie durch Manipulation Bildaussagen komplett verändert werden, um z. B. gezielt andere politische oder gesellschaftliche Botschaften zu verbreiten. Sie lernen einfache Möglichkeiten kennen, auf welche Weise Sie Quellen und Medieninhalte auf ihre Glaubwürdigkeit überprüfen können. Zu diesen leicht anwendbaren Methoden des Faktenchecks gehören beispielsweise die Bilderrückwärtssuche oder die Überprüfung von Angaben im Impressum.

Die Veranstaltung findet online statt. Über diesen Link erreichen Sie die Veranstaltung:
Fake News im Internet – Faktencheck im Selbstversuch

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des SAEK Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz im Rahmen der Kursreihe "medienkundig".

 

Dienstag, 3. November, 19 bis 21.15 Uhr
Café Philo: Kapitalismus und Krise

Ort: Kulturhaus Arthur, Hohe Straße 33
Eintritt: frei

Wie in einem Brennglas zeigt die Corona-Pandemie die Verwundbarkeit des global agierenden Kapitalismus auf: Den Kapital-, Waren- und Datenströmen folgt der Virusstrom, Lieferketten brechen zusammen, privatisierte Gesundheitssysteme geraten an die Grenzen der Wirtschaftlichkeit. Die Frage, ob die Wirtschaft dem Menschen dient oder der Mensch der Wirtschaft, wird existentiell angesichts der aktuellen Situation. Das überreiche Wirtschaftssystem offenbart seine Konstruktionsfehler.

Das Thema "Kapitalismus" bleibt aktuell: Welche Vor- und Nachteile, welche Zukunftsaussichten hat die kapitalistische Produktionsform? Wie unterscheidet sie sich von anderen Wirtschaftsweisen, wie ist sie historisch entstanden? Gibt es Alternativen? Wie wird und kann es weitergehen?

Das Café Philo ist eine freie Diskussionsveranstaltung, die sich in jedem Semester einem übergeordneten Thema widmet. In vier moderierten Einzeldiskussionen wird das Thema aufgefächert, ggf. werden Expertinnen und Experten herangezogen. Ziel ist kein abfragbares Wissen, sondern das Gespräch als Verbindung von Erfahrung, Wissenschaft und Theorie.

Das Café Philo ist eine Kooperation des Freien Instituts für Bildung e. V. und der Volkshochschule Chemnitz.

 

Donnerstag, 5. November, 19 bis 20.30 Uhr
Chemical Cotton Kills. Workshop zur Herkunft unserer Kleidung

Ort: TIETZ, Veranstaltungssaal
Eintritt: frei

Der Workshop macht sich auf eine Reise in die Herstellerländer der Textilien und eröffnet den Blick auf eine globalisierte textile Kette. Dr. André Matthes, Bereichsleiter Naturtextilien und Nachhaltigkeit der Professur Textile Technologien der TU Chemnitz, erläutert anschaulich den Weg unserer Kleidung vom Baumwollfeld bis in die Kleiderschränke. Ein T-Shirt ist mehr wert als sein Verkaufspreis, die wahren Kosten liegen deutlich höher. In einem T-Shirt stecken etliche Ressourcen, deren Herkunft und Einsatz häufig offenbleibt. Dr. Matthes wirft mit seinem Publikum einen kritischen Blick hinter die Kulissen der Modeindustrie und thematisiert auch das eigene Konsumverhalten. Es geht um die wahren wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Kosten unserer Kleidung. Der Workshop will zum Nachdenken über einen gesunden, nachhaltigen und bewussten Kleidungsstil anregen und einen Austausch ermöglichen.

Als Hilfestellung für das eigene Handeln vermittelt der Textilforscher einen Überblick zu textilen Labels und stellt verschiedene nachhaltige Marken und Initiativen vor. Wir laden Sie ein, Ihre Gedanken und Ideen im Gespräch einzubringen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Volkshochschule Chemnitz im Rahmen der Reihe "Kontrovers vor Ort". Sie wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Donnerstag, 5. November, 19.30 bis 21 Uhr
Kommentar und Diskussion zum Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den USA

Ort: online
Eintritt: frei

Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020 ist für den 3. November 2020 vorgesehen. Stephan Bierling wird sie für uns kommentieren und im Gespräch mit Andrea Kister, Leiterin des Fachbereichs "Politik und Wirtschaft" im Bayerischen Rundfunk, die wichtigsten Entwicklungen herausarbeiten.

Stephan Bierling ist Professor für Internationale Politik an der Universität Regensburg und einer der führenden Experten für die Machtverschiebungen in der Weltpolitik. Er war Gastprofessor in den USA, Israel, Südafrika und Australien und hat mehr als ein Dutzend Bücher zur Außenpolitik der USA und Deutschlands geschrieben.

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe "vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm" als Kooperation der VHS Chemnitz und der Volkshochschulen Landkreis Erding und SüdOst im Landkreis München und außerdem in Kooperation mit der Hans-Seidel Stiftung.

Sie können sich per E-Mail oder online bis zum Vortag des Kurses, um 24 Uhr anmelden. Am Tag der Veranstaltung erhalten Sie per E-Mail einen Zugangslink, mit dem Sie sich einwählen können.

 

Dienstag, 10. November, 18.45 bis 20.15 Uhr
Recht am eigenen Foto – Informationen für Eltern

Ort: TIEZ, siehe VHS-Raumanzeige
Eintritt: frei

Kinder sind ein beliebtes Motiv und Fotos sind schnell gemacht. Ebenso schnell und gern sind die Fotos eigener aber auch fremder Kinder dann veröffentlicht, über Soziale Netzwerke oder am Aushang von Kita oder Schule. Was sollten Eltern wissen über die Rechte bei der Veröffentlichung? Was geschieht eigentlich mit Fotos von eigenen Kindern, die online verbreitet werden? Wo gelangen sie hin? Welche Ausnahmen schränken das sogenannte "Recht am eigenen Bild" ein? Wer ist entscheidungsberechtigt? Die Veranstaltung klärt über diese Fragen auf und sensibilisiert für den sorgsamen Umgang mit Fotos von Personen und speziell von Kindern. Der Kurs wendet sich an Eltern von Kindern jeden Alters sowie Pädagoginnen und Pädagogen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des SAEK Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz im Rahmen der Kursreihe "medienkundig".

 

Mittwoch, 11. November, 14.30 bis 16 Uhr
Komplementäre, alternative Therapien bei der Parkinson-Erkrankung

Ort: Pro Seniore Residenz Chemnitz, Salzstraße 40
Eintritt: frei

Die konventionelle Schulmedizin hat bei der Behandlung der Parkinson-Erkrankung schon viel erreichen können. Allerdings gibt es wie bei allen chronischen Erkrankungen auch beim Parkinson eine große Anzahl alternativer, komplementärer Therapieansätze, die unterschiedliche Effekte auf die Symptome zeigen. Nicht alle diese Therapien erfüllen allerdings die in sie gesetzten Erwartungen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die unterschiedlichsten Methoden und deren Möglichkeiten der Therapie. Der Referent, Herr Dr. med. Peter Themann, ist Leitender Chefarzt der Parkinsonfachklinik in der Klinik am Tharandter Wald.

 

Mittwoch, 11. November, 19 bis 20.30 Uhr
Buchvorstellung: Wie kam das Soziale in die Marktwirtschaft?

Ort: Haus der Gewerkschaften, Augustusburger Staße 33, Saal im Erdgeschoss
Eintritt: frei

Die "Soziale Marktwirtschaft" sei – so lautet die gängige Erzählung – am 20. Juni 1948 von Ludwig Erhard eingeführt worden. Doch das ist nicht richtig, denn noch im Herbst 1948 streikten Millionen gegen Erhards Politik des freien Marktes. Erst als Reaktion auf diese Proteste wurden "soziale" Maßnahmen in die damalige Konzeption einer Marktwirtschaft eingebaut.

Der Historiker Uwe Fuhrmann hat mit dem Buch "Die Entstehung der »Sozialen Marktwirtschaft« 1948/49" eine vielbeachtete Analyse zu diesen Entwicklungen vorgelegt. Er zeigt damit auch: Die Geschichte der Jahre 1948/1949 und was über sie (nicht) erzählt wird, kann viel verraten über soziale Proteste und deren Wirkungen – und über Geschichtspolitik. Der Autor wird sein Buch an diesem Abend vorstellen und möchte mit den Teilnehmenden ins Gespräch kommen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, des DGB Region Südwestsachsen und der Volkshochschule Chemnitz.

 

Donnerstag, 12. November, 19 bis 20.30 Uhr
NS-Raubgut. Zum Stand der Provenienzforschung in Sachsen – Buchvorstellung und Gespräch

Ort: TIETZ, Raum 4.07
Eintritt: frei

Der Begriff "NS-Raubgut" steht für Kulturgüter, die in der Zeit des Nationalsozialismus geraubt wurden. Auch in sächsischen Bibliotheken und Museen findet sich NS-Raubgut. Wie kam dies dorthin? Und: wie gehen wir in Sachsen mit diesem Erbe um?

Die Provenienzforscherin Elisabeth Geldmacher beleuchtet in ihrem Buch "NS-Raubgut. Zum Stand der Provenienzforschung in Sachsen" den aktuellen Forschungsstand. Die Autorin gibt einen umfassenden Überblick. Sie führte umfangreiche Befragungen an sächsischen Bibliotheken und Museen durch. Auf Basis der Erfahrungen von Forschenden und Verantwortlichen setzt sie das aktuelle Bild der NS-Raubgutforschung in Sachsen zusammen. Daneben werden Wünsche, Probleme und Fehlstellen angesprochen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation von Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und der Volkshochschule Chemnitz.

 

Donnerstag, 12. November, 19.30 bis 21 Uhr
Die Erfindung des (jüdischen) Essens: Popkultur, Ernährung, Identität

Ort: online
Eintritt: frei

Warum wurden in der Corona-Krise so viele Konserven, Mehl und Zucker gekauft – obwohl die Versorgungssicherheit nie gefährdet war? Offenbar weisen bestimmte Nahrungsmittel über ihren Nährwert hinaus auch kulturelle Werte auf: Essen kann solide wirken und Sicherheit suggerieren – oder zum "Soul Food" werden. Der französische Theoretiker Roland Barthes nannte die Ernährung ein "System der Kommunikation, ein Korpus von Bildern, eine Gebrauchsanordnung, ein System der Situationen und Verhaltensweisen". Für Barthes ist das Essen ein Zeichen, das sich lesen lässt. Der Vortrag erläutert in einem ersten Schritt solche und andere theoretischen Annäherungen an das allgegenwärtige "Kulturthema Essen" (Alois Wierlacher). In einem zweiten Schritt wird gefragt, warum jemand eine bestimmte Speise als "jüdisch" wahrnimmt: Was ist an Pastrami, Bagels und gefillte Fisch jüdisch? Dabei werden wir auf popkulturelle Kontexte, aber auch auf Gegenwartsliteratur eingehen. Der Referent des Abends, PD Dr. Caspar Battegay, ist Lehrbeauftragter am Fachbereich Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Seit 2015 ist er Mitglied der Jungen Akademie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe "vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm" als Kooperation der VHS Chemnitz und der Volkshochschulen Landkreis Erding und SüdOst im Landkreis München.

Sie können sich per E-Mail oder online bis zum Vortag des Kurses, um 24 Uhr anmelden. Am Tag der Veranstaltung erhalten Sie per E-Mail einen Zugangslink, mit dem Sie sich einwählen können.

 

Montag, 16. November, 18 bis 19.30 Uhr
Sächsische Steinkohle – das Brot der Industrie

Ort: Haus der Gewerkschaften, Augustusburger Straße 33, Saal im Erdgeschoss
Eintritt: frei

Einer der wesentlichen Motoren der Industrialisierung Sachsens im 19. Jahrhundert waren die heimischen Steinkohlevorkommen in den drei großen Revieren Zwickau, Lugau-Oelsnitz und Döhlener Becken. Als "Brot der Industrie" waren sie für die Vorreiterrolle Sachsens während der Industrialisierung in Deutschland von großer Bedeutung. Die "Schwarzen Diamanten" teilten sich auf insgesamt acht Lagerstätten auf. Namen wie Georgius Agricola, Otto Lilienthal, Karl Marx, Richard Hartmann, Karl May oder Adolf Hennecke verbinden sich mit diesem Montanzweig. Der Vortrag spannt den Bogen von der ersten Nutzung der Kohle im Mittelalter bis zur Einstellung des Bergbaus auf uranhaltige Steinkohle 1989 in Dresden-Gittersee.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Bergbaumuseums Oelsnitz/Erzgebirge und der Volkshochschule Chemnitz.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Donnerstag, 19. November, 18.45 bis 20.15 Uhr
Abschied nehmen – Rituale zu Tod und Sterben im Judentum

Ort: TIETZ, Raum 4.07
Eintritt: frei

In der jüdischen Religion werden verschiedene Rituale und Vorschriften gepflegt, wenn ein Familienmitglied stirbt. Das Sprechen des Gebets "Kaddisch" ist ein bekanntes Ritual. Daneben gibt es viele weitere Traditionen rund um Tod und Trauer. Sie dienen dazu, die Würde des Verstorbenen zu achten und den Schmerz der Angehörigen zu lindern.

An diesem Abend werden wir mit der Chemnitzer Jüdin Renate Aris im Gespräch sein und die Rituale und Traditionen zu Tod und Sterben betrachten. Was wird davon heute noch gelebt und praktiziert? Als Anschauung und zur Begleitung des Themas werden Ausschnitte aus der Filmkomödie "Alles auf Zucker" gezeigt. Das mehrfach ausgezeichnete Werk des Regisseurs Dani Levy kam 2004 in die Kinos.

 

Donnerstag, 19. November, 19 bis 20.30 Uhr
"Erwachsenwerden hinter Gittern." Als Teenager im DDR-Knast

Ort: TIETZ, Veranstaltungssaal
Eintritt: frei

Veranstaltungsreihe "Orte historischen Erinnerns in Chemnitz": Wir laden Sie ein, die Geschichte der Stadt Chemnitz und der benachbarten Regionen zu entdecken. Vier Veranstaltungen nehmen Sie mit auf eine Spurensuche durch das 20. Jahrhundert.

Im Mittelpunkt der Lesung und des Gesprächs stehen die Erfahrungen Falk Mrázeks als Jugendlicher in der DDR sowie seine Motive, das Land zu verlassen. "Man ließ uns in der DDR nicht mehr normal leben, ließ uns aber auch nicht gehen." So schildert er seine Situation als Schüler, dessen Eltern in den 1970er Jahren einen Ausreiseantrag stellten. Er fasst einen schwerwiegenden Entschluss: Da er vom deutsch-deutschen Häftlingsfreikauf weiß, liefert er sich den staatlichen Organen freiwillig aus. Im September 1978 macht er sich auf den Weg zum Brandenburger Tor, wo er demonstrativ in den Grenzbereich eintritt. Nach der Verurteilung zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe, nach verschiedenen Haftstationen und Schwerstarbeit im Strafvollzug Bitterfeld kommt Falk Mrázek im Sommer 1979 als 18-Jähriger in das Kaßberg-Gefängnis. Im Gespräch können Sie seinen Spuren bis zum Freikauf folgen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V. Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz. Sie wird gefördert durch den Lokalen Aktionsplan der Stadt Chemnitz.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Freitag, 20. November, 19.30 bis 21 Uhr
Gerechtigkeit und Gesundheit – wie kann die Pharmaforschung allen zugutekommen?

Orte: online
Eintritt: frei

Arzneimittel gehören zu den größten Errungenschaften der Menschheit. Sie haben zu dramatischen Verbesserungen von Gesundheit und Langlebigkeit sowie zu enormen Kosteneinsparungen durch weniger Krankheitstage und Krankenhausaufenthalte beigetragen. Der globale Markt für Arzneimittel hat derzeit einen Wert von jährlich 1.430 Milliarden Dollar. Rund 800 Milliarden Dollar entfallen dabei auf Markenprodukte, die in der Regel patentgeschützt sind und dadurch sehr teuer verkauft werden können. Die Pharmaindustrie rechtfertigt ihre hohen Produktpreise durch die entstandenen Kosten bei der Forschung und Entwicklung der Arzneimittel. Für ärmere Gesellschaften sind diese hohen Preise oft nicht zu zahlen.

Wie könnte eine Lösung aussehen, die einerseits der Industrie genügend Anreize gibt, Forschung zu betreiben und anschließend die Medikamente zu einem deutlich niedrigeren Preis anzubieten? Der Referent des Abends, Thomas Pogge, stellt anhand des Health Impact Fund eine mögliche Lösung vor.

Thomas Pogge ist Professor für Philosophie und internationale Angelegenheiten an der Yale University. Er promovierte an der Harvard University bei John Rawls.

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe "vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm" als Kooperation der VHS Chemnitz und der Volkshochschulen Landkreis Erding und SüdOst im Landkreis München.

Sie können sich per E-Mail oder online bis zum Vortag des Kurses, um 24 Uhr anmelden. Am Tag der Veranstaltung erhalten Sie per E-Mail einen Zugangslink, mit dem Sie sich einwählen können.

 

Montag, 23. November, 18 bis 19.30 Uhr
Rebhuhn, Kiebitz, Wachtelkönig... geht das Artensterben weiter?

Ort: TIETZ
Eintritt: frei

In den vergangenen 20 Jahren sind über zehn Brutvogelarten in Chemnitz verschwunden oder "ausgestorben". Etwa ein Drittel der Brutvögel ist im Rückgang begriffen. Für viele Vogelarten ist die Situation dramatisch! Viele Natur- und Gartenfreunde berichten vom Verschwinden einst häufiger Vogelarten wie Amsel oder Feldlerche. Der Vortrag vermittelt, wie es um die Vogelwelt in Chemnitz steht. Was können bzw. müssen wir tun? Gibt es auch hier ein dramatisches "Amselsterben"? Sind Elstern und Rabenkrähen eine Gefahr für unsere Gartenvögel? Diesen und vielen weiteren Fragen geht der Bildervortrag nach. Der Referent erläutert die Gefahren für unsere heimische Vogelwelt. Er stellt sowohl globale als auch lokale Ursachen für einen Rückgang vieler Vogelarten dar.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des NABU Regionalverband Erzgebirge e. V., dem Verein Sächsischer Ornithologen e. V. und der Volkshochschule Chemnitz.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Dienstag, 24. November, 18 bis 19.30 Uhr
Zwischen Tracht, Habit und Uniform. Die Kleidung der Berg- und Hüttenmänner

Ort: Rathaus, Raum 118
Eintritt: frei

Wem geht nicht das Herz auf, wenn im Widerschein der Blenden die ehrwürdige Bergparade durch die abenddunklen Gassen eines verschneiten Erzgebirgsstädtchens zieht? Unter den Klängen vertrauter Märsche paradieren die Berg- und Hüttenleute in ihren überlieferten Habits. Der Vortrag schlägt ein einzigartiges Kapitel des sächsischen Berg- und Hüttenwesens auf: Er erzählt in lebendigen Bildern von der Herausbildung einer praktischen Arbeitskleidung, die sich von der unverwechselbaren Tracht über ein reglementiertes "Berg-Parade-Habit" zur verordneten Dienst- und Paradeuniform wandelte. Die Veranstaltung zeichnet ihre Entwicklung im Spannungsfeld von Glanz und Elend eines Berufsstandes nach.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Bergbaumuseums Oelsnitz/Erzgebirge und der Volkshochschule Chemnitz.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Mittwoch, 25. November, 18 bis 19.30 Uhr
Wandel des Wohnens: von der Wohnungsfrage zum Wohngebiet "Fritz Heckert"

Ort: TIETZ, Raum 4.07
Eintritt: frei

Veranstaltungsreihe "Orte historischen Erinnerns in Chemnitz": Wir laden Sie ein, die Geschichte der Stadt Chemnitz und der benachbarten Regionen zu entdecken. Vier Veranstaltungen nehmen Sie mit auf eine Spurensuche durch das 20. Jahrhundert.

Das Fritz-Heckert-Gebiet zählte zu den größten Neubaugebieten in der DDR. Mit ihm ist die Geschichte der Stadt eng verbunden. Chemnitz profitierte im 19. Jahrhundert von der Industriellen Revolution. Den zehntausenden neuen Arbeitsplätzen standen jedoch nicht annähernd genug bezahlbare Wohnungen gegenüber. Erste Ansätze zur Behebung dieser Situation fallen ins frühe 20. Jahrhundert. Ab den 1960er Jahren entstanden in Karl-Marx-Stadt mehrere zehntausend industriell hergestellte Wohnungen. Doch mit jeder neuen Wohnung in der Peripherie verfiel eine Altbauwohnung in der Stadt. Nach 1990 wandelte sich die Wohnsituation, Wohnungen waren im Überfluss vorhanden. Und heute? Der historisch orientierte Vortrag fragt auch nach der Zukunft des Chemnitzer Wohnungsmarktes.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Hinweise:

Aufgrund der Abstandsregeln finden weniger Teilnehmer in den Kursräumen Platz. Eine vorherige Anmeldung ist deshalb erforderlich.

Wenn Ihr Wunschkurs bereits ausgebucht ist, können Sie sich unverbindlich auf die Warteliste setzen lassen. Wir melden uns bei Ihnen, wenn ein Platz frei wird.

 

Aktuelle Informationen unter www.vhs-chemnitz.de.

Veranstaltungen der Volkshochschule im November 2020

Montag, 2. November, 18 bis 19.30 Uhr
Revolution und Republik: Chemnitz und Sachsen zu Beginn der Weimarer Republik

Ort: Haus der Gewerkschaften, Augustusburger Straße 33, Saal im Erdgeschoss
Eintritt: frei

Veranstaltungsreihe "Orte historischen Erinnerns in Chemnitz": Wir laden Sie ein, die Geschichte der Stadt Chemnitz und der benachbarten Regionen zu entdecken. Vier Veranstaltungen nehmen Sie mit auf eine Spurensuche durch das 20. Jahrhundert.

Der Vortrag beleuchtet das Ende des Ersten Weltkrieges und den Übergang von der Monarchie zur Republik. Im Mittelpunkt stehen Ursachen und Verlauf der politischen Umwälzungen von 1918/19 in Sachsen und in Chemnitz sowie die Gründung des Freistaates Sachsen. Wer waren die unterschiedlichen Akteure der Revolution und wie lauteten ihre Programme? Was hatte es mit den neuen Arbeiter- und Soldatenräten auf sich? In welchem Verhältnis standen sie zum Parlamentarismus? Welche Rolle spielte Chemnitz im Vergleich zu anderen sächsischen Städten? Und schließlich: Wie sahen die Vorbelastungen aus, mit denen dieser erste sächsische Freistaat und die deutsche Republik innen- und außenpolitisch starteten? War diese Demokratie von Anfang an zum Scheitern verurteilt?

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Montag, 2. November, 18.45 bis 20.15 Uhr
Fake News im Internet – Faktencheck im Selbstversuch

Ort: online
Eintritt: frei

Trauen Sie allen Nachrichten, Meldungen und Bildern aus Medien und Internet? In dieser Veranstaltung lernen Sie, wie Falschmeldungen und manipulierte Bilder entstehen und wie man deren Glaubwürdigkeit prüfen kann. Anschauliche Beispiele zeigen, wie durch Manipulation Bildaussagen komplett verändert werden, um z. B. gezielt andere politische oder gesellschaftliche Botschaften zu verbreiten. Sie lernen einfache Möglichkeiten kennen, auf welche Weise Sie Quellen und Medieninhalte auf ihre Glaubwürdigkeit überprüfen können. Zu diesen leicht anwendbaren Methoden des Faktenchecks gehören beispielsweise die Bilderrückwärtssuche oder die Überprüfung von Angaben im Impressum.

Die Veranstaltung findet online statt. Über diesen Link erreichen Sie die Veranstaltung:
Fake News im Internet – Faktencheck im Selbstversuch

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des SAEK Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz im Rahmen der Kursreihe "medienkundig".

 

Dienstag, 3. November, 19 bis 21.15 Uhr
Café Philo: Kapitalismus und Krise

Ort: Kulturhaus Arthur, Hohe Straße 33
Eintritt: frei

Wie in einem Brennglas zeigt die Corona-Pandemie die Verwundbarkeit des global agierenden Kapitalismus auf: Den Kapital-, Waren- und Datenströmen folgt der Virusstrom, Lieferketten brechen zusammen, privatisierte Gesundheitssysteme geraten an die Grenzen der Wirtschaftlichkeit. Die Frage, ob die Wirtschaft dem Menschen dient oder der Mensch der Wirtschaft, wird existentiell angesichts der aktuellen Situation. Das überreiche Wirtschaftssystem offenbart seine Konstruktionsfehler.

Das Thema "Kapitalismus" bleibt aktuell: Welche Vor- und Nachteile, welche Zukunftsaussichten hat die kapitalistische Produktionsform? Wie unterscheidet sie sich von anderen Wirtschaftsweisen, wie ist sie historisch entstanden? Gibt es Alternativen? Wie wird und kann es weitergehen?

Das Café Philo ist eine freie Diskussionsveranstaltung, die sich in jedem Semester einem übergeordneten Thema widmet. In vier moderierten Einzeldiskussionen wird das Thema aufgefächert, ggf. werden Expertinnen und Experten herangezogen. Ziel ist kein abfragbares Wissen, sondern das Gespräch als Verbindung von Erfahrung, Wissenschaft und Theorie.

Das Café Philo ist eine Kooperation des Freien Instituts für Bildung e. V. und der Volkshochschule Chemnitz.

 

Donnerstag, 5. November, 19 bis 20.30 Uhr
Chemical Cotton Kills. Workshop zur Herkunft unserer Kleidung

Ort: TIETZ, Veranstaltungssaal
Eintritt: frei

Der Workshop macht sich auf eine Reise in die Herstellerländer der Textilien und eröffnet den Blick auf eine globalisierte textile Kette. Dr. André Matthes, Bereichsleiter Naturtextilien und Nachhaltigkeit der Professur Textile Technologien der TU Chemnitz, erläutert anschaulich den Weg unserer Kleidung vom Baumwollfeld bis in die Kleiderschränke. Ein T-Shirt ist mehr wert als sein Verkaufspreis, die wahren Kosten liegen deutlich höher. In einem T-Shirt stecken etliche Ressourcen, deren Herkunft und Einsatz häufig offenbleibt. Dr. Matthes wirft mit seinem Publikum einen kritischen Blick hinter die Kulissen der Modeindustrie und thematisiert auch das eigene Konsumverhalten. Es geht um die wahren wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Kosten unserer Kleidung. Der Workshop will zum Nachdenken über einen gesunden, nachhaltigen und bewussten Kleidungsstil anregen und einen Austausch ermöglichen.

Als Hilfestellung für das eigene Handeln vermittelt der Textilforscher einen Überblick zu textilen Labels und stellt verschiedene nachhaltige Marken und Initiativen vor. Wir laden Sie ein, Ihre Gedanken und Ideen im Gespräch einzubringen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Volkshochschule Chemnitz im Rahmen der Reihe "Kontrovers vor Ort". Sie wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Donnerstag, 5. November, 19.30 bis 21 Uhr
Kommentar und Diskussion zum Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den USA

Ort: online
Eintritt: frei

Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020 ist für den 3. November 2020 vorgesehen. Stephan Bierling wird sie für uns kommentieren und im Gespräch mit Andrea Kister, Leiterin des Fachbereichs "Politik und Wirtschaft" im Bayerischen Rundfunk, die wichtigsten Entwicklungen herausarbeiten.

Stephan Bierling ist Professor für Internationale Politik an der Universität Regensburg und einer der führenden Experten für die Machtverschiebungen in der Weltpolitik. Er war Gastprofessor in den USA, Israel, Südafrika und Australien und hat mehr als ein Dutzend Bücher zur Außenpolitik der USA und Deutschlands geschrieben.

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe "vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm" als Kooperation der VHS Chemnitz und der Volkshochschulen Landkreis Erding und SüdOst im Landkreis München und außerdem in Kooperation mit der Hans-Seidel Stiftung.

Sie können sich per E-Mail oder online bis zum Vortag des Kurses, um 24 Uhr anmelden. Am Tag der Veranstaltung erhalten Sie per E-Mail einen Zugangslink, mit dem Sie sich einwählen können.

 

Dienstag, 10. November, 18.45 bis 20.15 Uhr
Recht am eigenen Foto – Informationen für Eltern

Ort: TIEZ, siehe VHS-Raumanzeige
Eintritt: frei

Kinder sind ein beliebtes Motiv und Fotos sind schnell gemacht. Ebenso schnell und gern sind die Fotos eigener aber auch fremder Kinder dann veröffentlicht, über Soziale Netzwerke oder am Aushang von Kita oder Schule. Was sollten Eltern wissen über die Rechte bei der Veröffentlichung? Was geschieht eigentlich mit Fotos von eigenen Kindern, die online verbreitet werden? Wo gelangen sie hin? Welche Ausnahmen schränken das sogenannte "Recht am eigenen Bild" ein? Wer ist entscheidungsberechtigt? Die Veranstaltung klärt über diese Fragen auf und sensibilisiert für den sorgsamen Umgang mit Fotos von Personen und speziell von Kindern. Der Kurs wendet sich an Eltern von Kindern jeden Alters sowie Pädagoginnen und Pädagogen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des SAEK Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz im Rahmen der Kursreihe "medienkundig".

 

Mittwoch, 11. November, 14.30 bis 16 Uhr
Komplementäre, alternative Therapien bei der Parkinson-Erkrankung

Ort: Pro Seniore Residenz Chemnitz, Salzstraße 40
Eintritt: frei

Die konventionelle Schulmedizin hat bei der Behandlung der Parkinson-Erkrankung schon viel erreichen können. Allerdings gibt es wie bei allen chronischen Erkrankungen auch beim Parkinson eine große Anzahl alternativer, komplementärer Therapieansätze, die unterschiedliche Effekte auf die Symptome zeigen. Nicht alle diese Therapien erfüllen allerdings die in sie gesetzten Erwartungen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die unterschiedlichsten Methoden und deren Möglichkeiten der Therapie. Der Referent, Herr Dr. med. Peter Themann, ist Leitender Chefarzt der Parkinsonfachklinik in der Klinik am Tharandter Wald.

 

Mittwoch, 11. November, 19 bis 20.30 Uhr
Buchvorstellung: Wie kam das Soziale in die Marktwirtschaft?

Ort: Haus der Gewerkschaften, Augustusburger Staße 33, Saal im Erdgeschoss
Eintritt: frei

Die "Soziale Marktwirtschaft" sei – so lautet die gängige Erzählung – am 20. Juni 1948 von Ludwig Erhard eingeführt worden. Doch das ist nicht richtig, denn noch im Herbst 1948 streikten Millionen gegen Erhards Politik des freien Marktes. Erst als Reaktion auf diese Proteste wurden "soziale" Maßnahmen in die damalige Konzeption einer Marktwirtschaft eingebaut.

Der Historiker Uwe Fuhrmann hat mit dem Buch "Die Entstehung der »Sozialen Marktwirtschaft« 1948/49" eine vielbeachtete Analyse zu diesen Entwicklungen vorgelegt. Er zeigt damit auch: Die Geschichte der Jahre 1948/1949 und was über sie (nicht) erzählt wird, kann viel verraten über soziale Proteste und deren Wirkungen – und über Geschichtspolitik. Der Autor wird sein Buch an diesem Abend vorstellen und möchte mit den Teilnehmenden ins Gespräch kommen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, des DGB Region Südwestsachsen und der Volkshochschule Chemnitz.

 

Donnerstag, 12. November, 19 bis 20.30 Uhr
NS-Raubgut. Zum Stand der Provenienzforschung in Sachsen – Buchvorstellung und Gespräch

Ort: TIETZ, Raum 4.07
Eintritt: frei

Der Begriff "NS-Raubgut" steht für Kulturgüter, die in der Zeit des Nationalsozialismus geraubt wurden. Auch in sächsischen Bibliotheken und Museen findet sich NS-Raubgut. Wie kam dies dorthin? Und: wie gehen wir in Sachsen mit diesem Erbe um?

Die Provenienzforscherin Elisabeth Geldmacher beleuchtet in ihrem Buch "NS-Raubgut. Zum Stand der Provenienzforschung in Sachsen" den aktuellen Forschungsstand. Die Autorin gibt einen umfassenden Überblick. Sie führte umfangreiche Befragungen an sächsischen Bibliotheken und Museen durch. Auf Basis der Erfahrungen von Forschenden und Verantwortlichen setzt sie das aktuelle Bild der NS-Raubgutforschung in Sachsen zusammen. Daneben werden Wünsche, Probleme und Fehlstellen angesprochen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation von Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und der Volkshochschule Chemnitz.

 

Donnerstag, 12. November, 19.30 bis 21 Uhr
Die Erfindung des (jüdischen) Essens: Popkultur, Ernährung, Identität

Ort: online
Eintritt: frei

Warum wurden in der Corona-Krise so viele Konserven, Mehl und Zucker gekauft – obwohl die Versorgungssicherheit nie gefährdet war? Offenbar weisen bestimmte Nahrungsmittel über ihren Nährwert hinaus auch kulturelle Werte auf: Essen kann solide wirken und Sicherheit suggerieren – oder zum "Soul Food" werden. Der französische Theoretiker Roland Barthes nannte die Ernährung ein "System der Kommunikation, ein Korpus von Bildern, eine Gebrauchsanordnung, ein System der Situationen und Verhaltensweisen". Für Barthes ist das Essen ein Zeichen, das sich lesen lässt. Der Vortrag erläutert in einem ersten Schritt solche und andere theoretischen Annäherungen an das allgegenwärtige "Kulturthema Essen" (Alois Wierlacher). In einem zweiten Schritt wird gefragt, warum jemand eine bestimmte Speise als "jüdisch" wahrnimmt: Was ist an Pastrami, Bagels und gefillte Fisch jüdisch? Dabei werden wir auf popkulturelle Kontexte, aber auch auf Gegenwartsliteratur eingehen. Der Referent des Abends, PD Dr. Caspar Battegay, ist Lehrbeauftragter am Fachbereich Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Seit 2015 ist er Mitglied der Jungen Akademie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe "vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm" als Kooperation der VHS Chemnitz und der Volkshochschulen Landkreis Erding und SüdOst im Landkreis München.

Sie können sich per E-Mail oder online bis zum Vortag des Kurses, um 24 Uhr anmelden. Am Tag der Veranstaltung erhalten Sie per E-Mail einen Zugangslink, mit dem Sie sich einwählen können.

 

Montag, 16. November, 18 bis 19.30 Uhr
Sächsische Steinkohle – das Brot der Industrie

Ort: Haus der Gewerkschaften, Augustusburger Straße 33, Saal im Erdgeschoss
Eintritt: frei

Einer der wesentlichen Motoren der Industrialisierung Sachsens im 19. Jahrhundert waren die heimischen Steinkohlevorkommen in den drei großen Revieren Zwickau, Lugau-Oelsnitz und Döhlener Becken. Als "Brot der Industrie" waren sie für die Vorreiterrolle Sachsens während der Industrialisierung in Deutschland von großer Bedeutung. Die "Schwarzen Diamanten" teilten sich auf insgesamt acht Lagerstätten auf. Namen wie Georgius Agricola, Otto Lilienthal, Karl Marx, Richard Hartmann, Karl May oder Adolf Hennecke verbinden sich mit diesem Montanzweig. Der Vortrag spannt den Bogen von der ersten Nutzung der Kohle im Mittelalter bis zur Einstellung des Bergbaus auf uranhaltige Steinkohle 1989 in Dresden-Gittersee.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Bergbaumuseums Oelsnitz/Erzgebirge und der Volkshochschule Chemnitz.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Donnerstag, 19. November, 18.45 bis 20.15 Uhr
Abschied nehmen – Rituale zu Tod und Sterben im Judentum

Ort: TIETZ, Raum 4.07
Eintritt: frei

In der jüdischen Religion werden verschiedene Rituale und Vorschriften gepflegt, wenn ein Familienmitglied stirbt. Das Sprechen des Gebets "Kaddisch" ist ein bekanntes Ritual. Daneben gibt es viele weitere Traditionen rund um Tod und Trauer. Sie dienen dazu, die Würde des Verstorbenen zu achten und den Schmerz der Angehörigen zu lindern.

An diesem Abend werden wir mit der Chemnitzer Jüdin Renate Aris im Gespräch sein und die Rituale und Traditionen zu Tod und Sterben betrachten. Was wird davon heute noch gelebt und praktiziert? Als Anschauung und zur Begleitung des Themas werden Ausschnitte aus der Filmkomödie "Alles auf Zucker" gezeigt. Das mehrfach ausgezeichnete Werk des Regisseurs Dani Levy kam 2004 in die Kinos.

 

Donnerstag, 19. November, 19 bis 20.30 Uhr
"Erwachsenwerden hinter Gittern." Als Teenager im DDR-Knast

Ort: TIETZ, Veranstaltungssaal
Eintritt: frei

Veranstaltungsreihe "Orte historischen Erinnerns in Chemnitz": Wir laden Sie ein, die Geschichte der Stadt Chemnitz und der benachbarten Regionen zu entdecken. Vier Veranstaltungen nehmen Sie mit auf eine Spurensuche durch das 20. Jahrhundert.

Im Mittelpunkt der Lesung und des Gesprächs stehen die Erfahrungen Falk Mrázeks als Jugendlicher in der DDR sowie seine Motive, das Land zu verlassen. "Man ließ uns in der DDR nicht mehr normal leben, ließ uns aber auch nicht gehen." So schildert er seine Situation als Schüler, dessen Eltern in den 1970er Jahren einen Ausreiseantrag stellten. Er fasst einen schwerwiegenden Entschluss: Da er vom deutsch-deutschen Häftlingsfreikauf weiß, liefert er sich den staatlichen Organen freiwillig aus. Im September 1978 macht er sich auf den Weg zum Brandenburger Tor, wo er demonstrativ in den Grenzbereich eintritt. Nach der Verurteilung zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe, nach verschiedenen Haftstationen und Schwerstarbeit im Strafvollzug Bitterfeld kommt Falk Mrázek im Sommer 1979 als 18-Jähriger in das Kaßberg-Gefängnis. Im Gespräch können Sie seinen Spuren bis zum Freikauf folgen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V. Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz. Sie wird gefördert durch den Lokalen Aktionsplan der Stadt Chemnitz.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Freitag, 20. November, 19.30 bis 21 Uhr
Gerechtigkeit und Gesundheit – wie kann die Pharmaforschung allen zugutekommen?

Orte: online
Eintritt: frei

Arzneimittel gehören zu den größten Errungenschaften der Menschheit. Sie haben zu dramatischen Verbesserungen von Gesundheit und Langlebigkeit sowie zu enormen Kosteneinsparungen durch weniger Krankheitstage und Krankenhausaufenthalte beigetragen. Der globale Markt für Arzneimittel hat derzeit einen Wert von jährlich 1.430 Milliarden Dollar. Rund 800 Milliarden Dollar entfallen dabei auf Markenprodukte, die in der Regel patentgeschützt sind und dadurch sehr teuer verkauft werden können. Die Pharmaindustrie rechtfertigt ihre hohen Produktpreise durch die entstandenen Kosten bei der Forschung und Entwicklung der Arzneimittel. Für ärmere Gesellschaften sind diese hohen Preise oft nicht zu zahlen.

Wie könnte eine Lösung aussehen, die einerseits der Industrie genügend Anreize gibt, Forschung zu betreiben und anschließend die Medikamente zu einem deutlich niedrigeren Preis anzubieten? Der Referent des Abends, Thomas Pogge, stellt anhand des Health Impact Fund eine mögliche Lösung vor.

Thomas Pogge ist Professor für Philosophie und internationale Angelegenheiten an der Yale University. Er promovierte an der Harvard University bei John Rawls.

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe "vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm" als Kooperation der VHS Chemnitz und der Volkshochschulen Landkreis Erding und SüdOst im Landkreis München.

Sie können sich per E-Mail oder online bis zum Vortag des Kurses, um 24 Uhr anmelden. Am Tag der Veranstaltung erhalten Sie per E-Mail einen Zugangslink, mit dem Sie sich einwählen können.

 

Montag, 23. November, 18 bis 19.30 Uhr
Rebhuhn, Kiebitz, Wachtelkönig... geht das Artensterben weiter?

Ort: TIETZ
Eintritt: frei

In den vergangenen 20 Jahren sind über zehn Brutvogelarten in Chemnitz verschwunden oder "ausgestorben". Etwa ein Drittel der Brutvögel ist im Rückgang begriffen. Für viele Vogelarten ist die Situation dramatisch! Viele Natur- und Gartenfreunde berichten vom Verschwinden einst häufiger Vogelarten wie Amsel oder Feldlerche. Der Vortrag vermittelt, wie es um die Vogelwelt in Chemnitz steht. Was können bzw. müssen wir tun? Gibt es auch hier ein dramatisches "Amselsterben"? Sind Elstern und Rabenkrähen eine Gefahr für unsere Gartenvögel? Diesen und vielen weiteren Fragen geht der Bildervortrag nach. Der Referent erläutert die Gefahren für unsere heimische Vogelwelt. Er stellt sowohl globale als auch lokale Ursachen für einen Rückgang vieler Vogelarten dar.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des NABU Regionalverband Erzgebirge e. V., dem Verein Sächsischer Ornithologen e. V. und der Volkshochschule Chemnitz.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Dienstag, 24. November, 18 bis 19.30 Uhr
Zwischen Tracht, Habit und Uniform. Die Kleidung der Berg- und Hüttenmänner

Ort: Rathaus, Raum 118
Eintritt: frei

Wem geht nicht das Herz auf, wenn im Widerschein der Blenden die ehrwürdige Bergparade durch die abenddunklen Gassen eines verschneiten Erzgebirgsstädtchens zieht? Unter den Klängen vertrauter Märsche paradieren die Berg- und Hüttenleute in ihren überlieferten Habits. Der Vortrag schlägt ein einzigartiges Kapitel des sächsischen Berg- und Hüttenwesens auf: Er erzählt in lebendigen Bildern von der Herausbildung einer praktischen Arbeitskleidung, die sich von der unverwechselbaren Tracht über ein reglementiertes "Berg-Parade-Habit" zur verordneten Dienst- und Paradeuniform wandelte. Die Veranstaltung zeichnet ihre Entwicklung im Spannungsfeld von Glanz und Elend eines Berufsstandes nach.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Bergbaumuseums Oelsnitz/Erzgebirge und der Volkshochschule Chemnitz.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Mittwoch, 25. November, 18 bis 19.30 Uhr
Wandel des Wohnens: von der Wohnungsfrage zum Wohngebiet "Fritz Heckert"

Ort: TIETZ, Raum 4.07
Eintritt: frei

Veranstaltungsreihe "Orte historischen Erinnerns in Chemnitz": Wir laden Sie ein, die Geschichte der Stadt Chemnitz und der benachbarten Regionen zu entdecken. Vier Veranstaltungen nehmen Sie mit auf eine Spurensuche durch das 20. Jahrhundert.

Das Fritz-Heckert-Gebiet zählte zu den größten Neubaugebieten in der DDR. Mit ihm ist die Geschichte der Stadt eng verbunden. Chemnitz profitierte im 19. Jahrhundert von der Industriellen Revolution. Den zehntausenden neuen Arbeitsplätzen standen jedoch nicht annähernd genug bezahlbare Wohnungen gegenüber. Erste Ansätze zur Behebung dieser Situation fallen ins frühe 20. Jahrhundert. Ab den 1960er Jahren entstanden in Karl-Marx-Stadt mehrere zehntausend industriell hergestellte Wohnungen. Doch mit jeder neuen Wohnung in der Peripherie verfiel eine Altbauwohnung in der Stadt. Nach 1990 wandelte sich die Wohnsituation, Wohnungen waren im Überfluss vorhanden. Und heute? Der historisch orientierte Vortrag fragt auch nach der Zukunft des Chemnitzer Wohnungsmarktes.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Hinweise:

Aufgrund der Abstandsregeln finden weniger Teilnehmer in den Kursräumen Platz. Eine vorherige Anmeldung ist deshalb erforderlich.

Wenn Ihr Wunschkurs bereits ausgebucht ist, können Sie sich unverbindlich auf die Warteliste setzen lassen. Wir melden uns bei Ihnen, wenn ein Platz frei wird.

 

Aktuelle Informationen unter www.vhs-chemnitz.de.