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Erfurt - Das größte Comic Erfurts schmückt die Puschkinbrücke

eine Wand in einem Tunnel ist mit verschiedenen Bildern im Comic-Stil bemalt eine Wand in einem Tunnel ist mit verschiedenen Bildern im Comic-Stil bemalt Foto: © Stadtverwaltung Erfurt
„Erfurt ist um ein Kunstwerk reicher“, sagt Andreas Horn, Beigeordneter für Sicherheit und Umwelt. Stolz blickt er auf die Eisenbahnunterführung in der Puschkinstraße. Hier sind innerhalb von zwei Wochen Schmierereien, Hassparolen und unerlaubt angebrachte Plakate verschwunden. Eingezogen ist eine kleine Meise, die Passanten mit auf ihre Reise nimmt.


Nach der Brücke in der Löberstraße ist es die zweite, die in einer Zusammenarbeit des Kriminalpräventives Rates der Stadt Erfurt mit der Deutschen Bahn künstlerisch gestaltet wurde. „Und es soll weitergehen“, ist sich Horn sicher. Dafür spricht auch das Ergebnis in der Puschkinstraße. „Es ist fantastisch geworden. Die Unterführung ist heller, freundlicher und stärkt das Sicherheitsempfinden vor Ort.“ Dass das so bleibt, bestätigen auch die Erfahrungen aus der Löberstraße. Abgesehen von einer Ausnahme sind dort nach der Aufwertung durch professionelle Street-Art keine illegalen Schmierereien aufgetreten.

Entstanden ist in der Puschkinstraße das größte Comic Erfurts – so bezeichnet es Stefan Kowalczyk. Gemeinsam mit Felix Schwager, Steve Seeger alias Dr. Hot und der Unterstützung von Veit Gossler hat er die russische Fabel „Die Meise“ von Iwan Krylow in eine grafische Novelle übersetzt. Bis zu zwölf Stunden am Tag hat die Künstlergruppe mit Pinseln und 120 Litern Acrylfarbe insgesamt 34 Einzelbilder an die Betonwände gebracht. Sie erzählen die Geschichte des Vogels, der durch Wald und Wiesen zieht und den tierischen Bewohnern vom brennenden Meer berichtet. Dort angekommen, zeigt sich das Meer als sanfter Wellenteppich – die Tiere ziehen enttäuscht von dannen. Eine Tafel am Eingang der Brücke erzählt die Geschichte.

„Wir haben von Passanten durchweg positive Resonanz erhalten“, freut sich Stefan Kowalczyk. „Es macht Spaß zu beobachten, wie die Brücke zu einer Art Bildungseinrichtung geworden ist. Eltern spazieren mit ihren Kindern hindurch, erklären die Tiere oder lassen sie erraten und versuchen, die Geschichte nachzuerzählen.“

Text; Stadt Erfurt

 

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