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Halle (Saale) – Make Science Halle: Bürgerforschungsschiff nimmt Fahrt auf der Saale auf

Schiff mit der Aufschrift "Make Science Halle" liegt an der Saale Schiff mit der Aufschrift "Make Science Halle" liegt an der Saale Bild : Stadt Halle (Saale)

(halle.de/ps) Interessierte Bürgerinnen und Bürger jeden Alters können sich neuerdings an Bord der "Make Science Halle", Deutschlands erstem Bürgerforschungsschiff, durch verschiedene Experimente an der wissenschaftlichen Forschung regionaler Hochschulen aus Sachsen-Anhalt beteiligen. Denn die Flussforscher/innen, wie sich die Forscher, Didakten und Wissenschaftskommunikatoren an Bord des Schiffes nennen, haben sich vorgenommen, Wissenschaft für (H)alle erlebbar zu machen.

Immer donnerstags von 16 bis 19 Uhr können Gäste zur offenen Bordtür auf das Schiff kommen, welches an den Ufern der Saalepromenade, Steg Nummer 5 ankert. An Ober- und Unterdeck können sie unter anderem die Wassergüte der Saale bestimmen, das untersuche Wasser anschließend in einer Umkehr-Osmose-Anlage reinigen lassen und mit Sodabrowsern zu einer spritzigen Limonade verarbeiten. Außerdem werden in der Bordkombüse leckere Smoothies gemixt, Waffeln und Brot aus Algen gebacken und dem wissbegierigen Publikum serviert.

Designstudierende erläutern, was sich aus Algen weben lässt und wie Fischleder zu modischen Accessoires verarbeitet werden kann. In einem digitalen Augmented-Reality-Game können Besucherinnen und Besucher erfahren, wie regionale Ressourcen umweltschonend und nachhaltig für eine klimaneutrale Wirtschaftsform nutzbar gemacht werden können und dabei ihren eigenen ökologischen Fußabdruck bestimmen. Auch für den schulform- und jahrgangsübergreifenden Unterricht bietet sich das schwimmende Klassenzimmer hervorragend als interdisziplinärer, interaktiver und innovativer Lehr- und Lern-Ort an.

Zusätzlich bricht die "Make Science Halle" jeden ersten Sonntag im Monat zu Forschungsexpeditionen auf, um die versteckten Wunder der Saale zu entdecken und die verschiedenen Wissensorte in der Region miteinander zu verbinden. Der Anschluss an die Elbe ist für das Jahr 2021 bereits fest anvisiert.
„Die Zeiten sind vorbei, dass Wissenschaftskommunikation nur kommunikativ stattfinden kann. Man muss gemeinsam forschen, man muss miteinander etwas tun. Daher haben wir uns gefragt: Was verbindet uns und die Wissensorte in Sachsen-Anhalt miteinander? Das ist der Fluss, die Saale, und Wasser ist unser Lebenselixier“, meint Ilka Bickmann, Vorsitzende des federführenden Vereins Science2Public.

Die von den Bürgerforscherinnen und -forschern durchgeführten Datenerhebungen fließen direkt in die Forschungsprojekte der beteiligten Partnerhochschulen ein. Auch die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Kunsthochschule Burg Giebichenstein sind in das Projekt eingebunden, welches unter der Leitung von Science2Public – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation – steht und im Rahmen des aktuellen Wissenschaftsjahres 2020/21 zum Thema Bioökonomie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Weitere Partner sind die Hochschulen Anhalt und Merseburg sowie Einrichtungen der Fraunhofer Gesellschaft. Außerdem wird der Betrieb des Schiffes durch zahlreiche Studierende und weitere Akteure gewährleistet.

Die Crew der "Make Science Halle" ist immer auf der Suche nach neuen Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Design, welche interessiert sind, im Rahmen des Netzwerkes „Blaues Band der Wissenschaft“ mitzuwirken, mit zu forschen und die Initiative zu fördern. Die "Make Science Halle" kann neben der Forschung an Bord auch als Co-Working-Space genutzt werden. Das Unterdeck ist mit WLAN und moderner Medien- und Veranstaltungstechnik ausgestattet und bietet sich als Konferenzraum für Meetings sowie als Studio für Live-Streamings an. Das Oberdeck umfasst rund 40 Sitzplätze, ist mit einem leistungsstarken Tagesbeamer und einer Kinoleinwand ausgestattet und kann dadurch auch für Vorträge und Filmpräsentationen genutzt werden.

Alle Veranstaltungen an Bord der "Make Science Halle" sind aufgrund der aktuellen Corona-Restriktionen nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Weitere Informationen unter www.ms-halle.science

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.kinderschutzbund-halle.de