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Leipzig - Neue Quartiersschule Ihmelsstraße: Meilenstein in Leipziger Bildungslandschaft entsteht

Eines der umfangreichsten und innovativsten Bildungsbauprojekte Leipzigs ist auf dem Wege. Am 23. Januar entscheidet der Stadtrat über den Bau der Quartiersschule Ihmelsstraße in Volkmarsdorf (Stadtbezirk Leipzig Ost). Sie soll am Standort der ehemaligen Hermann-Liebmann-Schule entstehen und eine vierzügige Oberschule, ein vierzügiges Gymnasium, ein Mehrzweckgebäude, eine zweistöckiges Sporthalle (jeweils drei Felder pro Etage) sowie großzügige Räume für die Musikschule und die Volkshochschule umfassen. Erstmals wird hier die Anlaufstelle des Quartiersmanagements eingeordnet. Insgesamt rund 79 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Der städtische Anteil beträgt etwa 48 Millionen Euro, ergänzt durch wesentliche Mittel aus der Städtebau- und Schulförderung.

Insgesamt 1.600 Schülerinnen und Schüler werden in der Quartiersschule lernen können – 700 in der Oberschule, 900 im Gymnasium. Gebaut wird abschnittsweise, die Arbeiten starten noch in diesem Jahr. Der modernisierte Altbau, die Oberschule und das Mehrzweckgebäude sollen mit Beginn des Schuljahres 2021 / 2022 bezugsfertig sein. Der Bau der Sporthallen und des Gymnasiums beginnt 2020. Die Sporthallen sollen 2022 in Betrieb gehen, das Gymnasium zum Schuljahresbeginn 2023 / 2024.

Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Die Quartiersschule Ihmelsstraße ist ein Meilenstein für die Weiterentwicklung der Leipziger Bildungslandschaft – und das meint mehr als nur Schule im engeren Sinne, das meint Angebote für Menschen verschiedenen Alters, verschiedener Herkunft und mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund, Angebote als Chance zur Partizipation. Der Standort könnte gar nicht besser gewählt sein. Liegt er doch in einem Gebiet mit den aktuell höchsten Einwohnerzuwächsen.“

Bürgermeister Thomas Fabian: „Der neue Schulcampus im Leipziger Osten wird sich in besonderer Weise in den Stadtteil hinein öffnen. Er bietet die Möglichkeit, schulische und außerschulische Angebote eng miteinander zu verknüpfen. Auch das Quartiersmanagement hat künftig dort seinen Sitz. Dessen Aktivitäten, Kurse von Volkshochschule und Musikschule sowie Trainingsmöglichkeiten für Vereine in der neuen Sporthalle werden das Stadtteilleben bereichern.“

Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau hebt hervor: „Erstmals soll ein neues schulisches Areal so angelegt werden, dass es nicht nur Schülerinnen und Schülern, sondern allen Menschen des Quartier offen steht. Das aus einem städtebaulichen Ideenwettbewerb hervorgegangene Konzept sieht vor, das ursprüngliche Schulgrundstück um umfangreiche Flächen zu ergänzen. Mit dem denkmalgeschützten alten Schulgebäude als Kern, den beiden Erweiterungsbauten für Oberschule und Gymnasium sowie den als Solitärbauten geplanten Mehrzweckgebäude und der Sporthalle entsteht eine ansprechende Synthese aus Gründerzeit und moderner Architektur.“

Für den Bau des Gymnasiums werden die Flächen des Wertstoffhofs Krönerstraße genutzt, die Sporthalle entsteht auf dem Grundstück des ehemaligen Garagenhofes Krönerstraße. Des Weiteren werden zwei Straßenabschnitte (Bernhardstraße und Ihmelsstraße) entwidmet und dem Schulgrundstück zugeordnet. Das Mehrzweckgebäude, in dem sowohl Unterrichtsräume als auch die Räume für Volkshochschule, Musikschule und Quartiersmanagement untergebracht sind, wird auf der dreieckigen Brachfläche zwischen Wurzner Straße, Ihmelsstraße und Krönerstraße errichtet. Das Areal wird größtenteils nicht umzäunt und behält so im Wesentlichen seinen öffentlichen Charakter.

Das fünfgeschossige alte Schulgebäude wurde 1907 nach einem Entwurf von Stadtbaurat Otto-Wilhelm Scharenberg errichtet. Es wird einer denkmalgerechten Komplettsanierung unterzogen. Die beiden flankierenden Erweiterungsbauten – Oberschule und Gymnasium – sind dreigeschossig konzipiert. Wiederkehrende Fassadengestaltung und Materialien sowie eine übergreifende Freiflächengestaltung sorgen für ein einheitliches Erscheinungsbild. Die Architekturentwürfe stammen von der RBZ Generalplanungsgesellschaft mbH (Dresden). Zentraler Baukörper ist der Altbau, dessen Dach alle übrigen Gebäude deutlich überragt.

Im Zusammenhang mit dem Schulbau werden auf dem Sportplatz Wurzner Straße die für den Unterricht erforderlichen Sportfreiflächen ertüchtigt. Ferner sind Straßenbaumaßnahmen erforderlich. So wird die Krönerstraße zwischen Wurner und Bernhardstraße umgestaltet, und die Ampelanlage an der Kreuzung Wurzer Straße / Ihmelsstraße ist anzupassen, ein Teilstück der Ihmelsstraße entwidmet wird und die stadtauswärtige Straßenbahnhaltestelle Edlichstraße in den Abschnitt zwischen Krönerstraße und Ihmelsstraße verschoben werden soll.

 

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