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Zwickau - Jumana Manna erhält den diesjährigen Max-Pechstein-Förderpreis 2021

Zwickau - Jumana Manna erhält den diesjährigen Max-Pechstein-Förderpreis 2021 Bild : Stadt Zwickau

Das Stipendium geht an Maja Behrmann
Jumana Manna ist Trägerin des diesjährigen Max-Pechstein-Förderpreises der Stadt Zwickau. Diese Entscheidung traf nach dreistündiger, intensiver wie argumentationsreicher Diskussion die siebenköpfige Jury auf ihrer Sitzung, die am Nachmittag zu Ende ging. Das Stipendium geht an Maja Behrmann. Die Preisverleihung findet am Freitag, dem 1. Oktober statt. Ab Samstag sind die Werke der beiden Ausgezeichneten sowie der drei weiteren Nominierten in der Sonderausstellung in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum zu sehen.
Zur Begründung der Jury
Jumana Manna überzeugte mit ihrer vielschichtigen wie poetischen Filmarbeit „Wild Relatives“, die sowohl lokale als auch globale Fragestellungen berücksichtigt. Ihre Intervention mit Brot assoziierenden Keramikobjekten in den historischen Vitrinen der mineralogisch-geologischen Sammlung des Museums beeindruckte hier besonders. Sie nimmt hier einen wichtigen Aspekt ihres künstlerischen Werkes aus dem Film auf, die eine Auseinandersetzung mit dem Wert von Saatgut, von Grundnahrungsmitteln fortführt und bildhaft macht.
*1987
Berlin
2010 – 2011 MA Aesthetics and Politics, CalArts, Los Angeles
2006 – 2009 BA National Academy of the Arts, Oslo
2005 – 2006 BA Bezalel Academy for Arts and Design, Jerusalem

Zu ihrer Arbeit:
Die in Jerusalem aufgewachsene und in Berlin lebende palästinensische Künstlerin Jumana Manna begreift ihre Installationen und Filmarbeiten als prozessuale Konstruktionen von Identität. Sie erzählt dabei unbekannte Geschichten, die auf poetische Weise die Folgen großer weltpolitischer Konflikte und Tragödien visualisieren und durch persönliche Erzählungen ganz authentisch sichtbar, erfahrbar und erlebbar machen. In dem 2018 entstandenen Film „Wild Relatives“ wird die Geschichte der Pflanzensamenbank in Aleppo, Syrien, erzählt. Diese Genbank ist eine von mehreren auf der Welt, die angelegt wurde, um Samen und Artenvielfalt vor dem Aussterben durch Klimakatastrophen, Krankheiten oder Kriege für die Nachwelt zu bewahren. Die ursprünglich im Libanon ansässige Samenbank wurde 1976 aufgrund des Bürgerkrieges nach Aleppo verlegt. Doch auch Aleppo wurde mittlerweile im syrischen Bürgerkrieg verwüstet, so dass nun Samen aus dem „Global Seed Vault“ aus einem Bergwerksstollen in Norwegen entnommen und wieder neu eingepflanzt wurden, um die heimische Flora zu erhalten. Im Film wird der Weg des Saatgutes zwischen Syrien, dem Libanon und Norwegen beschrieben, wie auch die Geschichten der Bauern und Flüchtlinge, die ihrer Heimat entwurzelt werden. In einer korrespondierenden Arbeit zeigt Jumana Manna in den historischen Vitrinen der Zwickauer mineralogisch-geologischen Sammlung an Brotstücke erinnernde Keramikobjekte, die als kostbare Fundstücke präsentiert werden. Und im Text ihres Booklets „Wo die Natur endet und die Siedlungen beginnen“ beschreibt sie, wie das traditionelle Sammeln wilder Kräuter- und Nutzpflanzen, plötzlich zwischen politische Machtstrukturen gerät.

Die sehr individuelle, nicht statische Formensprache von Maja Behrmann veranlasste die Jury ihr das Stipendium zu verleihen. Sie setzt sich mit Sammlungs- und Ordnungsprozessen auseinander und entwickelt ein endloses Vokabular an Formen, die sie souverän im Raum positioniert. Besonders überzeugt ihr nicht hierarchischer Umgang mit dem Material und die Interaktion zwischen den Formen im zwei- und dreidimensionalen Raum, der auch imaginär sein kann.
*1994
Leipzig
2017 – 2021 Malerei und Grafik, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Klasse Christoph Ruckhäberle
2015 – 2017 Grafik und Buchkunst, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

Zu ihrer Arbeit:
Mit ihren farbenfrohen Werken führt uns Maja Behrmann in eine ganz andere Welt der Dinge. Die zwei- und dreidimensionalen Gebilde entwickeln sich aus einem ständig erweiterten Fundus farbiger Grundelemente. Sie agieren autonom oder im Zusammenspiel, sie reagieren aufeinander und scheinen ein uns unbekanntes Eigenleben in immer wieder neuen Konstellationen zu führen. Die Künstlerin arbeitet mit abstrahierten Formen, die uns zwar „irgendwie“ vertraut scheinen, letztlich aber in ihrer wuchernden Fülle, ungewöhnlichen Anordnung und überraschenden Farbigkeit rätselhaft bleiben. Es sind Objekte, die wie das irritierende Zubehör aus einem uns fremden Alltag mit geheimnisvollen, nicht überprüfbaren Funktionen anmuten. Behrmanns Kreationen stellen auf humorvolle wie hintersinnige Weise Fragen nach Funktion und Form, nach Materialität und Werthaftigkeit, Natürlichkeit und Künstlichkeit, nach Modernität und Design. Im Grunde stellen sie Fragen nach einem vermeintlichen Sinnzusammenhang, führen jedoch jede Frage unmittelbar ad absurdum, indem sie diese zugleich beantworten und reduzieren auf einfache Möglichkeiten des Handelns und einer damit verknüpften Freude am Schaffen, am Gestalten, am Prozess, am Spiel, am Sammeln, am Drechseln, Malen, Stricken, Ordnen, Wiederholen, Stapeln, Spiegeln, Bauen, Verbinden…

Zur Ausstellung
Die Ausstellung zum Max-Pechstein-Förderpreis ermöglicht einen spannenden Ausschnitt auf die aktuellen Diskurse in der jungen Gegenwartskunst. Sie ist sozusagen eine Momentaufnahme der vielfältigen künstlerischen Gestaltungsmittel und Themen, mit denen sich die jüngste Künstlergeneration beschäftigt. Immer wieder haben wir in den letzten Jahren festgestellt, dass bestimmte Fragen, die uns ganz aktuell in der Gesellschaft berühren, von den jungen Künstlerinnen und Künstlern unmittelbar aufgegriffen werden.
Wie sehr die derzeit fast acht Milliarden Menschen auf unserer Erde über Grenzen und Kontinente hinweg miteinander verbunden sind, zeigte die sich im letzten Jahr rasend schnell ausbreitende Pandemie, die mit den gesundheitlichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Auswirkungen unsere Gesellschaft tief erschüttert hat. Deutlich wurde uns vor Augen geführt, wie massiv die internationalen Wirtschaftsströme und Kulturtransfers unser Leben verändern. Das globale, wachstumsorientierte „Höher, Schneller, Weiter“ steht auf dem Prüfstand.
In der Kunst spiegelt sich verdichtet diese Auseinandersetzung mit der Welt, der Natur, der Geschichte und auch der Kunst selbst wider. Auch die für den Max-Pechstein-Förderpreis nominierten vier Künstlerinnen und ein Künstler reagieren mit verschiedenen ästhetischen Ansätzen auf diese für uns alle spürbaren und schmerzhaften Veränderungen. Sie verstehen sich als durchaus politische Künstlerinnen und Künstler, die in gesellschaftlichen Bezügen und Räumen agieren und ihre Reflexionen als kollektives Weiterdenken über problematische gesellschaftliche Zustände anbieten. So wird Kunst zum probaten Erkenntnis- und Gestaltungsmedium, aber auch zum optimalen Transmitter für individuelle Kritikansätze. Anna Ehrenstein, Jumana Manna und Irène Mélix setzen sich mit sozialpolitischen wie historischen Fragestellungen und der Bildung von Identität auseinander. Wolfgang Günther und Maja Behrmann nutzen traditionelle Gestaltungsmittel wie die Malerei und Plastik, um unsere Wahrnehmung, aber ebenso den kreativen künstlerischen Prozess selbst zu hinterfragen. Die Kunst wird zum genuinen Verhandlungs- und Gestaltungsort, um Möglichkeiten für eine bessere Welt zu reflektieren.

Weiter nominierte Künstlerinnen und Künstler
Nominiert waren in diesem Jahr fünf aussichtsreiche Kandidaten, die von anerkannten Kuratoren vorgeschlagen wurden. Ihre Werke, die eigens für Zwickau entstanden, sind sämtlich vom
2. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022 in der Sonderausstellung in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum zu sehen:

Maja Behrmann · Prof. Jana Gunstheimer · Bauhaus-Universität Weimar
Anna Ehrenstein · Daniel Niggemann · Freier Kurator, Leipzig
Wolfgang Günther · Dr. Jörg Daur · Museum Wiesbaden
Jumana Manna · Lisa Marei Schmidt · Brücke-Museum, Berlin
Irène Mélix · Silke Wagler · Kunstfonds, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Anna Ehrenstein
*1993
Berlin
2020 Artes Plasticas, Research Semester, UNAL Bogota, CO
2019 Curatorial Intensive Lagos Biennale, NG
2018 – 2020 Postgraduiertenprogramm für Medienkunst, Kunsthochschule für Medien bei Mischa Kuball und Julia Scher, Köln
2017 & 2018 Curatorial Class with Sebastian Cichocki and Kelly Large, University of Malta, Valetta
2011 – 2017 Fotografie und Medienkunst, Fachhochschule Dortmund

Zu ihrer Arbeit:
In ihrer multimedialen Installation „Acrylic Geographies“ bezieht sich die in Deutschland und Albanien aufgewachsene Künstlerin Anna Ehrenstein auf den Ort eines Nagelstudios. Sie erforscht eine in der ganzen Welt anzutreffende Stätte individueller Schönheitsoptimierung mit ihren eigenen interkulturellen Erfahrungen und Perspektiven. Bei ihren Recherchen stieß die Künstlerin auf einen Artikel im ZEITmagazin (20/2014), der die Nagelstudiodichte in Deutschland untersuchte und eine kulturelle Bewertung der zum Massenphänomen avancierten Beautywelt vornahm. Reichere Städte verzeichneten hierbei eine weitaus geringere Zahl als ärmere Städte, wie etwa Trier und Chemnitz, die an erster Stelle standen. Daraus wurde geschlussfolgert, dass in Orten mit eingeschränkten finanziellen Ressourcen auch ein geringeres kulturelles und intellektuelles Kapital vorhanden sein muss. Diese Stereotypen möchte Anna Ehrenstein mit ihrer künstlerischen Arbeit durchbrechen. So verweist sie auf qualitativ limitierte Alltagsstrukturen und Arbeitsmechanismen, wenn beispielsweise fast überall Migrantinnen diese Tätigkeiten in den Salons leisten. In üppigen Inszenierungen mit einfachen Materialien, Collagen und Filmclips durchleuchtet und überzeichnet sie westliche Privilegien und medial verbreitete Schönheitsideale zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit und stellt Fragen zur eigenen Identität.

Wolfgang Günther
*1990
Berlin
2019 – 2021 Academy of Fine Arts, MFA, Prof. Werner Büttner, Hamburg
2018 Academy of Fine Arts, Prof. Erwin Bohatsch, Wien
2015 –2018 Academy of the Arts, Diploma, Prof. Katrin von Maltzahn, Bremen

Zu seiner Arbeit:
Als zeitgenössischer Maler geht Wolfgang Günther mit seinem Medium ebenfalls auf experimentelle Weise um. Er kreiert auf der Leinwand an virtuelle Traumwelten angelegte Bildräume, die Momente aus realen Zusammenhängen, abstrakten wie konkreten Erinnerungen oder digitalen Bildräumen miteinander verweben. Inhaltlich wie formal bieten seine Malereien eine schier unerschöpfliche Zahl an Assoziationsmöglichkeiten. Fabelwesen, Pflanzen, Zellen, Schlingen, Knoten, Strukturen durchziehen das Bildgeschehen, das auf verbindliche Perspektiven, klare Gliederungen und eine eindeutige Oben-und-Unten-Konstellation verzichtet. Das Auge ist beim Betrachten der Bilder kontinuierlich in Bewegung, wird von einer imaginären Situation zur anderen, von einem imaginierten Ereignis zum nächsten Ereignis geführt und findet dabei keinen Fixpunkt. Der Blick verharrt manchmal auf der Oberfläche, um im nächsten Moment doch in die Tiefe gesteuert zu werden. Zeit und Raum werden obsolet. Diese intensive Bewegung erzeugt Wolfgang Günther mit einer schier überbordenden Zeichenhaftigkeit, Materialvielfalt und unzählig überarbeiteten Schichten, die sich erkennbar überlagern und durchscheinen, verdecken oder offenlegen. An ihre visuellen und implementierten Geheimnisse kann man zwar andocken, diese aber niemals ganz freilegen.

Irène Mélix
*1988
Dresden
seit 2020 PhD an der Bauhaus Universität Weimar
2020 Lehrende im Forschungsseminar "doing memory" an der TU Chemnitz
2019 Lehrende an der HfBK Dresden im Seminar "Hört die Signale"
2017 – 2019 Residenz (post-diplôme) an der ENSBA LYON, Frankreich
2011 – 2017 Hochschule für Bildende Künste (Prof. Grossarth), Dresden, Deutschland
2015 – 2016 ASP (Akademia Sztuk Pieknych), Krakòw, Polen
2010 – 2011 Paris VIII, St.Denis, Frankreich
2008 – 2011 Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis (Kunst/Literatur), Universität Hildesheim, Deutschland

Zu ihrer Arbeit:
Auch die multimediale künstlerische Arbeit von Irène Mélix beruht auf Rechercheprozessen. Als Material nutzt sie immer wieder „Unbekanntes“ aus Archiven, bringt somit ungehörte Geschichten ans Licht und verknüpft diese mit unserer Gegenwart. Für ihre Präsentation in Zwickau entwickelt sie eine Arbeit weiter, die 2019 auf der Biennale in Lyon auf dem Gelände der bereits sechs Jahre zuvor insolventen Fagor Brandt Werke entstand. Die Firma produzierte Waschmaschinen, Geräte, die die Hausarbeit und damit eine nie enden wollende Arbeit von Frauen veränderten. Diese konnten zunehmend einer Erwerbsarbeit nachgehen, die für die Emanzipation der Frau eine wesentliche Grundlage bildete - allerdings nur in einem saturierten Teil der Welt. Nach wie vor ist die Waschmaschine global gesehen noch immer ein technisches und materielles Privileg. Für Lyon entstand die ARIA FERMATA - ein von Irène Mélix intoniertes Musikstück, das Rosa Klee auf Basis von Geräuschproben verschiedener Waschmaschinen für sie komponierte. In Lyon stieß Mélix auch auf die Geschichte der Streiks der Seidenweberinnen im 19. Jahrhundert und fand für ihren Beitrag in den Kunstsammlungen Bezüge zum Crimmitschauer Streik, der 1903-04 in den unweit Zwickaus gelegenen Textilbetrieben zu den größten Streiks im damaligen Königreich Sachsen führte. Gekämpft wurde um bessere Bezahlung und um den 10-Stunden Arbeitstag, letztlich um eine Stunde mehr für die Familie. Den „Gesang der Waschmaschine“ verknüpft die Künstlerin in Zwickau mit Bildmaterial aus sächsischen Archiven und nutzt die symbolträchtige Fahne als Bildträger.

Jury
Der Jury gehörten an:
Dr. Jenny Graser · Kupferstichkabinett Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz
Erik Stephan · Kunstsammlungen Jena
Dr. Jeannette Stoschek · Museum der bildenden Künste Leipzig
Constance Arndt - Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau
Dr. Michael Löffler - Kulturamtsleiter der Stadt Zwickau
Dr. Petra Lewey - Leiterin KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum
Christian Siegel - Stadtrat der Stadt Zwickau

Max-Pechstein-Preis und –Förderpreis
Die Wurzeln des Max-Pechstein-Preises reichen in das Jahr 1947 zurück. Damals gelang es, den in Zwickau geborenen und in Berlin lebenden Künstler für die Einrichtung dieser Auszeichnung zu gewinnen, so dass der Preis als Kunstpreis der Stadt Zwickau – gemeinsam mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Pechstein – erstmals als Förderpreis für junge Künstler vergeben werden konnte.
Nach einer Pause ab 1963 wurde 1985 erstmals wieder die Auszeichnung vergeben. Nach der Wende bot sich schließlich die Chance, den Gedanken des Förderns aufzugreifen, 1995 konnte erstmals wieder ein Förderpreis vergeben werden.
Die Verleihung des Max-Pechstein-Preises erfolgt inzwischen im Zweijahresrhythmus, zweimal hintereinander als Förderpreis für junge Künstler oder Künstlergruppen (in der Regel bis 30 Jahre, im Ausnahmefall bis max. 35 Jahre) und einmal, im jeweils sechsten Jahr als Ehrenpreis für das Gesamtwerk eines profilierten Künstlers der Gegenwart.
Die Teilnehmer des Förderpreises, die im deutschsprachigen Raum leben ohne deutscher Nationalität sein zu müssen, werden von Kunstsachverständigen vorgeschlagen. Einerseits wird über diese Art Mentorenschaft das notwendige Zusammenspiel zwischen Künstlern und Kunstvermittlern in der heutigen Kulturlandschaft verdeutlicht, andererseits besteht hier eher die Möglichkeit, auf neueste Aspekte und künstlerische Positionen in der jüngsten Kunstentwicklung hinzuweisen und diese zu fördern. Auf die Beschränkung eines künstlerischen Genres oder eines Themas wird bei der Auswahl der Werke verzichtet.
Mit 5.000 Euro Preisgeld sowie 3.000 Euro als Stipendium gehört der Pechstein-Preis nicht zu den ganz hoch dotierten Preisen. Allerdings stellt schon die Nominierung eine wichtige und nicht zu unterschätzende Förderung dar, da es für jeden vorgeschlagenen Künstler einen kleinen Katalog und eine Ausstellung in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU gibt. Zu den Nominierten und Preisträgern vergangener Jahre gehörten Nachwuchskünstler, die sich inzwischen längst einen Namen gemacht haben, wie z.B. Tilo Schulz, Manfred Pernice, Jens Haaning, Laura Horelli, Florian Hecker, Jonathan Meese, Luka Fineisen, Jaqueline