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Montag, 06 August 2018 17:21

Gera - sucht Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

 Foto: Gedenkstätte Amthordurchgang e.V., April 2007, Fotograf/-in unbekannt

Die Überlieferungsdichte in der Gedenkstätte Amthordurchgang e.V. in Gera zeigt insbesondere in der Aufarbeitung der Erfahrungsgeschichte der ersten Diktatur (1933 bis 1945) noch viele Leerstellen. Der bislang kaum vorhandene Zugang zu den Erinnerungen an Nationalsozialismus und Krieg ist jedoch wesentlich, da wir als Gedenkstätte in naher Zukunft zur Vermittlung erlebter Geschichte die Vertreterinnenrolle für die Erlebnisgeneration 1933 bis 1945 einnehmen werden müssen. Neben diesem ganz pragmatischen Grund ist es uns jedoch ein persönliches Anliegen, die Erinnerungen und Erlebnisse an die erste Diktatur für die Zukunft zu konservieren und sie einer breiten, interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit Hilfe der Erinnerungsschilderungen und Erfahrungen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sollen:

  • das Vergangene in die Gegenwart transportiert werden,
  • Einzelschicksale in lebensgeschichtlichen Kontexten erfasst und diese für Untersuchungen der Erinnerungs-/Erfahrungsgeschichte aufgearbeitet werden,
  • deren Bedeutung für nachfolgende Phasen der Geschichte, für den eigenen Biografieverlauf der/des Befragten und für die nachwachsenden Generationen herausgestellt werden.


Gesucht werden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus dem Gebiet des ehemaligen Bezirkes Gera und des Altenburger Landes, die ihre eigene Geschichte erzählen möchten, insbesondere ehemalige Häftlinge der Gestapo- und MfS-Untersuchungshaftanstalt Amthordurchgang.

Ebenfalls werden gesucht Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der zweiten und dritten Generation, so sie als Familienangehörige/Nachkommen über die Erlebnisse ihrer Eltern/Großeltern berichten können, ihre eigene familiäre Sicht/Betroffenheit aufarbeiten möchten oder uns subjektive Erinnerungszeugnisse (Tagebücher, Briefe, Dokumente etc.) zur Verfügung stellen können.

Interview- /Sammlungsschwerpunkte bilden dabei:

▪    die Unrechtserfahrungen aus der Zeit von Nationalsozialismus und Krieg
▪    politische Verfolgung durch die sowjetischen Besatzer und den Machtapparat der zweiten Diktatur (SED, MfS) bis zur Gründung des Bezirkes Gera 1952
▪    Erlebnisschilderungen im Zusammenhang mit dem 17. Juni 1953.

Die Interviews werden audiovisuell erfasst. Mit dem Aufzeichnen der Gespräche werden wir voraussichtlich im Frühherbst 2018 starten. Auf Wunsch erhalten die Sie gern eine Kopie des Gespräches für Ihr Familienarchiv.

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an die Gedenk- und Begegnungsstätte Torhaus. Sie erreichen uns unter der angegebenen Adresse:

Kontakt:
Gedenkstätte Amthordurchgang e.V.
Amthordurchgang 9
07545 Gera
Telefon: 0365/5527630
E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!    
Öffnungszeiten:
Dienstag, Donnerstag, Samstag jeweils 14 bis 18 Uhr

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