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Donnerstag, 13 September 2018 16:02

Leipzig - Mölkau: Sanierung des früheren LACUFA-Tanklagers beschlossen

Voraussichtlich im Frühjahr 2019 soll die Sanierung des früheren LACUFA-Lösungsmitteltanklagers in Leipzig-Mölkau beginnen. Dies geht aus einem Beschluss der Sitzung der Verwaltungsspitze hervor. Zur Unterbindung des Schadstoffnachschubes ist in einem ersten Schritt der noch wirksame Quellbereich am Standort im Mühlweg 2 zu sanieren. Dazu werden die Tankbehälter entfernt und der umliegende Boden auf einer Fläche von circa 560 Quadratmeter und bis zu vier Meter Tiefe ausgetauscht.

In Regie des Liegenschaftsamts wurde bereits der  Abbruch der baufälligen Gebäudesubstanz vorgenommen. Während des viermonatigen Baugeschehens sollen schätzungsweise 80 Prozent des gesamten Schadstoffinventars gefasst und ordnungsgemäß entsorgt werden. Nach Beendigung wird das Grundwasser über einen Zeitraum von fünf  Jahren weiter überwacht. Ob dann ergänzende Maßnahmen notwendig werden ist ergebnisoffen. Fest steht aber, dass ein schadstofffreier Standort in absehbarer Zeit und mit verhältnismäßigem Mitteleinsatz nicht herzustellen sein wird.

Bisher verhinderten komplizierte Eigentums- und Rechtsnachfolgerverhältnisse eine effektive Vorgehensweise bei der Altlastensanierung. Die Stadt Leipzig hat sich nun aber, auch mit Blick auf eventuelle Nachnutzungsoptionen, zu der Sanierung entschlossen. Dazu beigetragen hat auch, dass das Vorhaben mit Steuermitteln auf Grundlage des im Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts mitfinanziert wird. Insgesamt 80 Prozent der Gesamtkosten von 1,4 Mio. Euro für Baumaßnahme und bereits realisierte Untersuchungs- und Sicherungsmaßnahmen werden damit refinanziert.  

Zwischen 1928 bis 1989 wurden auf dem circa 5.000 Quadratmeter großen Areal Chemikalien umgeschlagen und in unterirdischen Behältern mit einem Gesamtfassungsvermögen von ca. 200.000 Litern aufbewahrt. Die Anlieferung erfolgte über ein eigenes Anschlussgleis. Wurden zunächst durch die damalige Ölhag AG Vergaserkraftstoffe gelagert, nutzte ab 1947 der ehemalige VEB Lack- und Farbfabrik das Gelände zur Speicherung von Farbverdünnungen und Lösungsmitteln.

Während der langen Nutzungshistorie sind durch unsachgemäße Handhabung erhebliche Schadstoffmengen in den Untergrund gelangt. Gesundheits- und umweltgefährdende Kohlenwasserstoffe, in konkretem Fall so genannte BTEX und Chlorbenzol, wurden durch mehrere Erkundungen in stark erhöhten Konzentrationen im Boden und Grundwasser nachgewiesen. Eine Verfrachtung mit dem Grundwasserabstrom über die Grundstücksgrenzen hinaus ist eingetreten. Insofern ist Handlungsbedarf gegeben. Eine entsprechende Anordnung der zuständigen Landesdirektion Sachsen liegt vor.

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