Von Hauswand zu Hauswand: Stadt will Teil der Georg-Schumann-Straße umbauen
Von Hauswand zu Hauswand: Stadt will Teil der Georg-Schumann-Straße umbauen
Weil Straßen, Fußwege und Gleise verschlissen sind, soll die Georg-Schumann-Straße zwischen Böhmestraße und Chausseehaus umfassend erneuert werden. Kalkuliert wird mit Kosten von rund 9,5 Millionen Euro, bei einem städtischen Anteil von 6,5 Millionen Euro. Den entsprechenden Bau- und Finanzierungsbeschluss hat die Stadtspitze jetzt auf Vorschlag von Baubürgermeister Thomas Dienberg auf den Weg gebracht, der Stadtrat entscheidet abschließend darüber.
Baubürgermeister Thomas Dienberg erklärt: „Dies ist eine der wenigen Komplexmaßnahmen, die wir uns bei der aktuellen Haushaltslage als Stadt leisten können. Die Georg-Schumann-Straße ist seit sehr vielen Jahren ein Schwerpunkt unserer Stadtteilentwicklungsmaßnahmen. Nun muss endlich die reine Durchfahrtsstraße in einen Raum mit Aufenthaltsqualität umgebaut werden. Daran wurde seit 2018 auch mit mehrfacher Bürgerbeteiligung gearbeitet.“
Als Hauptachse verbindet die Georg-Schumann-Straße den Nordwesten Leipzigs mit dem Zentrum und wird von den Straßenbahnlinien 10 und 11 befahren. Doch der Bauzustand der Gleise ist schlecht, die Fahrbahn beschädigt und die Gehwege sind nicht einheitlich befestigt. Zudem sind die Straßenbeleuchtung und die Leitungen der Wasserwerke und der Netz Leipzig veraltet und sanierungsbedürftig. In einer komplexen Baumaßnahme mit der Leipziger Gruppe soll die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht und der Straßenbahnbetrieb auch für nachfolgende Fahrzeuggenerationen langfristig gesichert werden.
Gebaut wird voraussichtlich zwischen April 2027 und Mai 2028 und von Hauswand zu Hauswand: Fahrbahnen, Geh- und Radwege, Parkflächen und Gleise. Diese werden teilweise als Rasengleis ausgeführt, um Lärm zu dämpfen sowie das Mikroklima und das Erscheinungsbild der Straße zu verbessern. An den Kreuzungen mit der Mechler- sowie der Ehrensteinstraße werden neue Ampeln gebaut, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Zudem verbessert eine neue Haltestelle im Bereich der Ehrensteinstraße künftig die Anbindung des Viertels an den ÖPNV. Die Fußwege werden beidseitig neu gebaut und einheitlich befestigt. Es gibt weiterhin Radfahrstreifen und es werden 35 Radbügel aufgestellt, damit mehr Fahrräder sicher abgestellt werden können.
Auch die anliegenden Einmündungen zur Böhme-, Bleichert-, Kanal-, Preller- sowie Trufanovstraße werden als überfahrbare Gehwege umgebaut, so dass Fußgängerinnen und Fußgänger sicherer und mit Vorrang die Straße überqueren können. Um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und das Quartier resilienter gegen Hitze zu machen, werden insgesamt 46 Bäume gepflanzt und Grünflächen neu angeordnet. Dies geht jedoch zulasten von Stellflächen: Künftig sind davon 23 statt wie bisher 82 vorhanden, geparkt wird dann längs der Fahrbahn.
Bauherren sind neben dem Mobilitäts- und Tiefbauamt auch die Unternehmen der Leipziger Gruppe, die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 21,5 Millionen Euro. Weitere Informationen zu Planungsprozess und Maßnahme unter www.leipzig.de/georg-schumann-strasse.


